Berlin : Stadtmenschen: Politischer Anstifter

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Bundespressekonferenz, Freitagmittag. Sie haben sich kaum getraut, die 30 Schüler vom John-Lennon-Gymnasium in Mitte. Aber was sollten sie auch sagen? Hier geht es um Politik. Und die ist in ihren Augen uncool. Deshalb reden sie nicht drüber. Genau darum geht es Ulrich Wickert in seinem neuen Buch "Ihr seid die Macht" (Verlag Rowohlt-Berlin), mit dem er 12- bis 16-Jährige ermuntern will, sich politisch zu engagieren. Er schildert das an alltäglichen Situationen: "Politik beginnt am Frühstückstisch in der Familie." Wickert beschreibt lebendige Diskussionen zwischen Sohn und Vater, aber die jungen Gymnasiasten erklärten, dass sie mit ihren Eltern gar nicht über Politik reden. Potsdams Oberbürgermeister Matthias Platzeck, der die Diskussion leitete, wollte ebenso nach den Gründen forschen wie der Grünen-Politiker Cem Özdemir, der sich unter die Zuhörer mischte. Zwischen Podium und Gästen entstand dann auch eine lebhafte Diskussion. Nur die Schüler hielten sich zurück. Weiter diskutiert wird im Unterricht. Oder auf dem Pausenhof.

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