STADTMENSCHEN  : Promi-Nuckeln im Soho-House

Diese Nuckelflaschen waren eindeutig nicht für Babys geeignet. Gefüllt mit einem Tequila-Erdbeer-Cocktail wurden sie am Freitagabend im Soho-House an der Torstraße gereicht, wo der erste Geburtstag des Privatclubs gefeiert wurde. Da es jedoch nicht leicht ist, an so einem Fläschchen zu saugen, ohne an Coolness einzubüßen, entschieden sich viele der rund 2000 Gäste lieber für Champagner – nicht weniger stilvoll serviert im Konfetti verzierten Plastikbecher. Dazu gab es Zuckerwatte, Eiscreme, Wackelpudding, Luftballons und Quietscheentchen im Pool. Der perfekte Kindergeburtstag, für den die anspruchsvollen Mitglieder an diesem Abend ohne Murren Schlange standen. Derweil zog Nick Jones, Gründer der Soho-House-Gruppe mit Dependancen in Miami, New York, London und Los Angeles, im ehemaligen Büro des ersten DDR-Staatspräsidenten Wilhelm Pieck zufrieden Bilanz. 2500 Mitglieder habe das Haus (Jahresbeitrag 900 Euro) inzwischen, nur wenige hätten ihren Vertrag nach dem Ablauf des ersten Jahres nicht verlängert, die Warteliste für eine Aufnahme sei lang. „Wir waren sehr nervös, ob unser Konzept in Berlin ankommt“, sagte Jones bei einem Abendessen vor der Party, an dem auch die Schauspieler August Diehl und Bettina Zimmermann sowie Designer Michael Michalsky teilnahmen. Für ihn bildet der Club sogar „die neue Quadriga Berlins“ mit den Restaurants Grill Royal, Borchardt und dem Club Berghain. Madonna stieg im Soho während der Berlinale ab, Jeff Bridges feiert auf der Dachterrasse und Künstler Damien Hirst verewigte sich mit einem Hai auf der Wand. Der musste diesmal jedoch unter einer langen Tafel verschwinden. Die Gäste brauchten Platz zum Malen. sop

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