Berlin : Stadtmenschen: Retter in der Not

tabu

Dienstagabend. Wühlmäuse. Böse Zungen vermuten, dass so manch jüngere Frau nur wegen Christian Kahrmann - dem "süßen Benny Beimer" -, den er noch vor einigen Jahren in der "Lindenstraße" gegeben hat, gekommen ist. Die Premiere von "Greife wacker nach der Sünde", zum 100. Geburtstag des Kabaretts, fand aber ohne Kahrmann statt: Grippe. Retter in der Not spielte der 31-jährige Olaf Rauschenbach, der für den Ex-Lindenstraßen-Star einsprang. "Eine Premiere lässt man nur sausen, wenn es einem wirklich ganz übel geht", erzählte der Schauspieler. Allerdings war für Kahrmanns Part sowieso ein Ersatz eingeplant, "weil der Christian international so viel dreht und er immer mal fehlen kann", erklärte Regisseurin Lena ohne Ypsilon. Die Produktion ist eine Auswahl verschiedener Szenen, die die "Elf Scharfrichter", die sich 1901 in München gegründet haben, vor Publikum spielten. "Ich habe mich intensiv mit Frank Wedekind auseinander gesetzt, und bin so auf die Elf Scharfrichter gestoßen", erklärte die Regisseurin. Dass sie nach der Premiere aufatmen konnte, hatte sie auch den Darstellern Katja Nottke, Ulrich Grawunder und Santiago Ziesemer zu verdanken. Das Stück läuft noch bis zum 8. Februar - dann mit Benny, äh, pardon: Christian.

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