Berlin : Stadtmenschen: "Schlachtfest" mit Pastor

hema

Vor dem Genuss der Meuchelmord: Die schwarzen Krabbler werden in kochendes Wasser geworfen und färben sich sterbend rot. Auf den Beginn der Krebssaison freuen sich die Schweden jedes Jahr. Papierhütchen und Lätzchen gehören dazu, viel Aquavit und Lieder. An allem mangelt es auch bei Ikea in der Ruhlebener Straße nicht, wo heute die dritte Berliner Krebs-Party steigt. In der ersten Runde vergangene Woche begann der Sturm auf das Büfett bereits, bevor Berthold Kempter seinen Gästen einen schönen Abend wünschen konnte. "Sicher waren Sie sehr hungrig", gab sich der Ikea-Geschäftsführer ironisch verständnisvoll. Dabei war genug da - eine Tonne Krebse harrten ihrer Vernichtung, "pro Kopf rechnen wir vier Kilo". Sogar ein echter Schwede wurde aufgeboten - Pastor Peter Wänehag aus der schwedischen Gemeinde. Geduldig mühte sich der fromme Mann, den an Biertischen sitzenden Berlinern beizubringen, wie man in seiner Heimat dem krebsrotem Getier kunstvoll den Schwanz abreißt, es ausschlürft, schält und genießt.

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