Berlin : Stadtmenschen: Schmiere stehen

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Da gehen ihm die Augen über: Musicalmanager Wolfgang Bocksch schaut bei den Proben für "Grease" vorbei und ist begeistert. "Ich finde es ganz prima, dass wir in Deutschland zunehmend tolle Leute heraus bringen", sagt er. Das tut er nicht ohne Hintergedanken. Denn auf der Bühne singen und tanzen auch die Berliner Rebecca Rosenbauer und Hendrik Zietz. Sie hat zwar die Rolle der Chacha, die Bocksch ihr nach dem erfolgreichen Casting in New York angeboten hatte, doch nicht genommen. Aber sie hat jetzt ihren festen Platz im Ensemble und wirkt damit ganz zufrieden. Am Sonnabend ist Premiere im Schiller-Theater, die Probenzeit war ausgesprochen kurz. "Wir haben deshalb noch einige Mitglieder aus unserer ursprünglichen Mannschaft mit eingebaut", was der Spannung, dem Tempo und den Choreographien zu Gute kommen soll. In der Berliner "Grease"-Show, die nach der Station im Schiller-Theater durch die Lande touren wird, gibt es eine kleine Neuerung, einem der wichtigsten Sponsoren - einer weltumspannenden Hamburger Braterei - geschuldet: So ist die Treffpunkt der Jugendgang auf der Bühne nicht der "Burger-Palace", wie im Original, sondern ein "Mc Donalds". "Da merkt kein Mensch den Unterschied", sagt der Musical-Produzent, der übrigens ganz nüchtern bleibt beim Gedanken, wieder auf Zeit an das Haus zurückzukehren, dessen Regie er vor zwei Jahren mit Pauken und Trompeten niederlegte. "Die Wunden sind verheilt", sagt Bocksch. Kein Wunder: An seiner Seite steht Peter Massine, und der ist für die Dauer des "Grease"-Gastspiels Hausherr im Schiller-Theater.

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