STADTMENSCHEN : Soulstar Toni Braxton ist in Berlin – allerdings ohne Koffer

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Toni Braxton. Die 42-Jährige verkaufte Millionen Platten. Foto: ddp
Toni Braxton. Die 42-Jährige verkaufte Millionen Platten. Foto: ddpFoto: ddp

Nun sei sie schon zum dritten oder vierten Mal in Berlin, sagt Toni Braxton, und habe noch nicht einmal das Brandenburger Tor zu Gesicht bekommen. Dabei liegt das Luftlinie nur ein paar hundert Meter vom Ritz Carlton Hotel entfernt, in dem die 42-jährige Souldiva am gestrigen Freitag für eine Nacht abstieg. „Nichts zu machen“, sagt Braxton, „es bleibt einfach keine Zeit für Sightseeing.“ Der Terminplan zur Promotion ihres jüngst erschienenen Albums sei ohnehin schon eng, nachmittags Interviews und Gesangsproben, abends dann ihr Liveauftritt bei den Duftawards in „The Station“ an der Luckenwalder Straße. Zu allem Überfluss ist am Morgen auch noch ihr Gepäck abhandengekommen. „Hoffentlich stehe ich heute Abend nicht nackt da!“, sagt Braxton, die Leggins und T-Shirt trägt, und sieht lachend an sich herunter. „So kann ich ja nicht auf die Bühne gehen!“

Sie wirkt gut gelaunt und ausgeglichen. „Ich bin froh, wieder da zu sein. Ich hatte nicht daran geglaubt.“ Fünf Jahre lang war Braxton aus dem Musikgeschäft verschwunden, sie hat einige gesundheitliche Probleme hinter sich. Ärzte diagnostizierten bei ihr die unterschiedlichsten Krankheiten, einer Herztransplantation entkam sie knapp. Jetzt nimmt sie Medikamente. „Ich muss ein bisschen auf mich aufpassen, aber ich fühle mich prima. Und ich liebe diese Stadt! Sie ist so energiegeladen.“ Was ihr an Deutschland außerdem gefällt: „Würstchen!“, ruft Braxton ohne zu zögern. „Mit Kartoffeln und Soße.“ Ihre Schwiegermama habe sie oft mit deutscher Hausmannskost verwöhnt. „Mein Mann ist zur Hälfte Deutscher. Also, mein getrennter Mann. Wir sind einander nach wie vor sehr nah.“ Wirklich schade, sagt Braxton, dass der nicht aus Berlin stammt, sondern aus einem Ort, dessen Namen sie immerzu vergesse. Sonst hätte sie öfter Grund, herzukommen. Würde mit den Kindern die Familie besuchen – und natürlich das Brandenburger Tor. Maris Hubschmid

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