Berlin : Stadtmenschen: Sprechblasen am Brandenburger Tor

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Montagabend, Verlag Bostelmann und Siebenhaar: Matthias Koeppel hat das Brandenburger Tor in verschiedenen Stilen gemalt. So würden seine Bilder selbst Georges Braque und Yves Klein alle Ehre machen. Jetzt waren die Bilder in den Räumen des Verlags Bostelmann & Siebenhaar zu sehen. Dorthin hatten die beide Namenspatrone und Verlagsgründer zum Neujahrsempfang mit Katalogvorstellung geladen. Die Mehrheit der Gäste gehörte zu den gestandenen Vertretern der West-Berliner Gesellschaft. Ulla Klingbeil warb für ihr Miniaturmuseum, Heinz Drache plauderte aus dem Ruhestand. Von den Kollegen war nur Christoph Links vom gleichnamigen Verlag erschienen. Den verbinden fast familiäre Bande mit Klaus Siebenhaar: Schließlich hat Links Vater als Leipziger Verleger den West-Berliner Germanisten vor 20 Jahren in der DDR herausgebracht. "Damals hatte ich ein sattes Konto", witzelte Siebenhaar - in Ost-Mark versteht sich. Im Verbund mit dem Ex-Banker Jürgen Bostelmann realisiert Siebenhaar nun Erfolge im eigenen Verlag, mit Hilfe von Künstlern wie Koeppel. An Selbstbewusstsein mangelt es beiden nicht: Ein Brandenburger Tor hat Koeppel mit schwarzen Rasterpunkten wie Roy Lichtenstein gemalt. Der Bus davor zeigt eine Comic-Heft-Blondine. Ihre Sprechblase lautet: "Oh Roy I love you, too... but Mat ..."

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