STADTMENSCHEN : Stahlkunst ziert den alten Hafen

Die filigranen Stahlkonstruktionen von Eduard Habicher im und am Historischen Hafen am Märkischen Ufer sind ein neuer Blickfang. Eine weitere Skulptur „auf oder ab“ wurde am Samstagabend im Rahmen eines Sommerfestes in den Wallhöfen nahe dem U-Bahnhof Spittelmarkt enthüllt. Und bei dieser Gelegenheit kam auch heraus, auf welchem Weg die Werke des Südtiroler Künstlers nach Berlin gelangt sind. Für Berlin entdeckt haben sie die Erfinder der Brandenburgischen Sommerkonzerte, Werner und Karin Martin, die vor einigen Jahren in die Nähe von Bozen gezogen und nur noch Teilzeit-Berliner sind.

In einem Hotelgarten in Südtirol, in dem sie eigentlich die Hochzeit ihrer Tochter vorbereiten wollten, berührte sie eine Skulptur des Künstlers. Sie erkundigten sich nach ihm, man sprach miteinander, trank einige Gläser Wein, und schon war eine Freundschaft besiegelt. Bald war Martins ehemaliger Büronachbar in den Wallhöfen, der GSW-Aufsichtsratsvorsitzende Eckart John von Freyend, einbezogen, dem es ohnehin am Herzen lag, diesen Gebäudekomplex an der Wallstraße 16 mehr zu beleben.

Nachdem der Vorhang am Sonnabend vor der Skulptur gefallen war, philosophierte von Freyend über das „Auf und ab“ im Leben und der Kunst. Eduard Habicher hat anfangs mit Eisen gearbeitet, das ihm aber zu schnell oxidierte. Schwere Materialien, wie das 500 Kilogramm schwere Schiff im Hafen, federleicht aussehen zu lassen, ist seine Mission. Denn natürlich ist es harte Arbeit, Stahl zu formen, und es braucht einen kontemplativen Zugang, um ihn leicht zu machen. Bi

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