STADTMENSCHEN : Surfen oder anders lesen

Twitter, Facebook, Studi-VZ: Im Internet surfen Jugendliche stundenlang. Aber die Fülle der Informationen ist das eine, die Glaubwürdigkeit das andere. Und da liegen Tageszeitungen vor anderen Medien weit vorn, gab Klaus Nelius, Vorstandsmitglied der Berufsgenossenschaft Energie, Textil, Elektro und Medienerzeugnisse die Ergebnisse eine Befragung von 12- bis 19-Jährigen wieder. Das hörten die Teilnehmer des Parlamentarischen Abends zum Thema „Jugend und Medien“ im Verlagshaus des Tagesspiegels in Kreuzberg am Montagabend gern.

Durch den Abend führte die Politische Chefkorrespondentin des Tagesspiegels, Tissy Bruns. Der Youngster der FDP-Bundestagsfraktion, Florian Bernschneider, appellierte an die Parlamentarier, Mitarbeiter von Abgeordneten und Medienvertreter, das Bild der Jugend nicht einseitig über negative Stereotype zu zeichnen. Mediennutzung müsse indes früher in der Schule gelehrt werden. Viele Jugendliche engagierten sich gesellschaftlich, wirkten bei Medien mit, betonten Berthold L. Flöper von der Bundeszentrale für politische Bildung wie auch Klaus-Dieter Wülfrath von der Stiftung Presse-Grosso. Medien wie der Tagesspiegel planen zur Frauenfußball-WM im kommenden Jahr Projekte mit Jungjournalisten – die Zeitung nehme junge Leser ernst, sie gestalten beispielsweise die Seiten für Kinder und Jugendliche mit, betonte Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff.

Der Sprecher der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Gregor Doepke, kündigte an, dass bei dem preisgekrönten Projekt Paralympics-Zeitung mit dem Tagesspiegel anlässlich der Spiele in London 2012 mit Zeitungen in ganz Europa kooperiert werden soll. Dazu habe man jetzt auch EU-Fördermittel beantragt. Das vorgestellte Paralympics-Projekt trage bei zur „Herzensbildung“, sagte Casdorff, „und gehört zum genetischen Code dieser Zeitung. Mit welcher Begeisterung die Schüler das Blatt machen – ich habe mich da reinverliebt.“ Und Surfer fänden es sogar im Internet. kög

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