Berlin : Stadtmenschen: Sushi für alle

R.B.

Donnerstagabend, Japanische Residenz. Wenn der japanische Kaiser Akihito Geburtstag hat, haben Japans Botschafter in aller Welt alle Hände voll zu tun. Botschafter Kunisada Kume hatte zum Empfang in seine Residenz in Grunewald geladen, und alle kamen. Im vergangenen jahr hatten 700 Gäste zugesagt, in diesem Jahr waren es 1000 Zusagen. Und jedem gaben der Botschafter und seine Frau die Hand. Die Residenz strahlte in neuem Glanz, mehr als im vergangenen Jahr und wie schon Tradition, um vier Zelte erweitert, um die Massen zu fassen und Raum für das üppige Sushi-Büfett zu bieten. Wie immer bei den Japanern geht Sicherheit vor. Vor dem Metalldetektor sind alle gleich, US-Botschafter John Kornblum wie Norwegens Botschafter Morten Wetland und Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher. Man kennt immer weniger Leute, meinte ein eingesessener West-Berliner zur Gästeschar, ein Zeichen dafür, dass die Hauptstadt wächst und immer neue Berliner auf Zeit dazukommen. Wenig Probleme einander zu finden und ins Gespräch zu kommen, haben die zahlreichen Militärattaches, die in ihren schillernden Uniformen schnell Gleichgesinnte finden. Im nächsten Jahr, ist sich der Gesandte Masaki Okada sicher, wird man noch mehr Platz haben, dann nämlich, wenn die neue Botschaft in Tiergarten eröffnet wird.

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