STADTMENSCHEN  : „Sweet Seventy“ als Überraschung

Gisela von der Planitz überrascht ihren Mann, den Botschafter a. D. Bernhard von der Planitz, mit einer Feier zum 70. Geburtstag.

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Überraschungspartys gehören zu den zivilisierten Errungenschaften der anglo- amerikanischen Welt. Glücklicherweise schwappen sie langsam auch zu uns herüber, denn sie bereiten einem Geburtstagskind doppelte Freude: Es findet sich bestenfalls an einer langen Tafel im Kreis von Freunden und Weggefährten wieder, darf sich schöne Reden über sein Leben anhören und hat überhaupt keinen Stress mit der Organisation des Ganzen.

Seit seiner Pensionierung vor fünf Jahren ist Botschafter a.D. Bernhard von der Planitz vielfältig engagiert. Eine Feier zum 70. Geburtstag wollte er eigentlich lieber auf die lange Bank schieben. Aber seine ebenfalls organisationsstarke Frau Gisela, die eine Weile Präsidentin des Willkommen-in-Berlin-Clubs war, ließ das nicht zu. Auf diese Weise kam der langjährige Protokollchef im Auswärtigen Amt zum Beispiel in den Genuss eines Ständchens seines Onkels Stefan Lukschy, der ihm auf der Ukulele in Anlehnung an einen berühmten Popsong „Sweet Seventy“ darbrachte. Fürs Komische hat Lukschy einen großen Lehrer. Mit Loriot hat er unter anderem dessen Fernsehedition herausgebracht und kürzlich eine Dokumentation fertiggestellt. Auch wenn es eine spontan improvisierte und nicht von langer Hand vorbereitete Party war, schimmerte doch durch, was für ein Gewinn die Pensionäre des Auswärtigen Amtes für die Stadt sind, egal ob sie Wirtschaftsunternehmen auf Aktivitäten im Ausland vorbereiten wie Andreas von Stechow oder sich mit dem Johanniter-Orden in Brandenburg engagieren wie Frank Lambach. Unter den Gratulanten waren nicht nur Diplomaten, sondern auch Architekt Eike Becker, der zwischen Reichstag und Museumsinsel gerade ein Gebäude verwirklicht, in dem die Wohnungen von Stardesigner Philippe Starck entworfen wurden.

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