STADTMENSCHEN : Theater um Jonny K.

Foto: Doris Spiekermann-Klaas
Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Ein Theaterstück in Erinnerung an Johnny K. – das wird einer der Programmpunkte für das nächste Jahr im Maxim- Gorki-Theater sein. Nach Aussage einer Sprecherin der kleinsten Staatsbühne Berlins wird das Stück jedoch nicht den tödlichen Angriff auf den 20-Jährigen im vergangenen Jahr zeigen. Und es wird auch nicht die anschließende Debatte über Jugend- und Ausländerkriminalität beinhalten. Vielmehr soll der tragische Fall Johnny K. der Ausgangspunkt für die groben Themen des Stücks sein. Für das Zusammenleben in der Stadt. Für Perspektivlosigkeit. Für den Umgang mit Jugendlichen. Und für Gewalt.

„Für mein Empfinden gibt es heute viel zu wenig kritische Einmischung von intellektueller Seite. Dazu möchte ich ermuntern“, sagte die neue Theater-Intendantin Shermin Langhoff, 44, bereits Anfang September im Interview mit dem Tagesspiegel. Wie sie diesen Anspruch in dem Theaterstück, das von dem Fall Jonny K. inspiriert ist und im Sommer 2014 aufgeführt werden soll, umsetzt, ist noch nicht gewiss. „Solche Projektideen entwickeln sich im Laufe der Zeit meistens noch“, erklärte die Sprecherin des Theaters am Dienstag. Beginnen wird die Spielzeit der Saison 2013/2014 am 8. November. röv

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