Berlin : Stadtmenschen: Tita auf dem T-Shirt

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Freitagabend, Palais Dernburg. Das T-Shirt, das Madonna neulich bei ihrem Londoner Konzert trug, war streng genommen gar kein T-Shirt. Es war an den Seitennähten aufgetrennt und wurde bloß von einigen Sicherheitsnadeln fixiert. Vorn und hinten waren die Namen ihrer beiden Kinder zu lesen. Zuvor zeigte sie sich mit einem ähnlichen Modell mit der Aufschrift "Kylie Minogue". Frau Minogue freute sich und ließ sich sofort ein T-Shirt mit "Britney Spears" bedrucken, und so weiter.

Eigentlich war also anzunehmen, dass die halbe Damenwelt diesen Trend in Turbogeschwindigkeit umsetzen würde. "Mandy Zylinski" auf Evchen Meiers Brust, zum Beispiel - eben Freundinnen unter sich. Aber nichts, kein Sicherheitsnadeln-Shirt weit und breit. Bis Freitag. Es tanzte im Palais Dernburg, getragen von einer unbekannten Schönheit. Wichtig ist auch nur der Name: Tita stand da. Katharina von Hardenberg hätte nicht gepasst.

Ein schöner Grund zum Feiern in schöner Umgebung: Die Fernsehsendung "Polylux", ostdeutsch für "Overhead-Projektor", wandert vom ORB in die ARD. "Das Letzte im Ersten", wie die Macher des erfolgreichen und zum Glück nicht richtig einzuordnenden Magazins den medialen Quantensprung bezeichnen. Morgen läuft das erfrischend schräge "Polylux", das Tita von Hardenberg ("Bleiben sie stark!") moderiert, zum ersten Mal um Mitternacht, nach der Talkshow "Beckmann". Und so erschien Freitagabend die gesamte Belegschaft der Produktionsfirma "Kobalt", um den Erfolg bei Häppchen ("Ist da Rindfleisch drin?") und Sektchen zu feiern. Volker Schlöndorff, die Borers, Tita von Hardenburgs Mann Ferdinand von Österreich und ihre Mutter, Isa Gräfin von Hardenberg, ließen sich ebenfalls blicken. Richtig ausufernd wurde es aber nicht, die meisten verabschiedeten sich schon bald. Selbst Filmproduzent Atze Brauner zog sich früh auf eines der gemütlichen roten Sofas im Eingangsbereich zurück.

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