Berlin : Stadtmenschen: Topp, Wowereits Wette gilt

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Die Regenwolken lösten sich auf, es wurde ein strahlender Abend. Beim SPD-Sommerfest in den Weddinger Osram-Höfen begrüßte Gastgeber Peter Strieder rund 1500 Genossen, denen für zehn Mark Eintritt allerlei Ess- und Trinkbares zu heißen Rhythmen, Feuerschluckern und Talkrunden mit der Prominenz geboten wurde. Wie man mit Fantasie zu Geld kommt, zeigte der Aktionskünstler J.S.B. Boggs aus Florida, der Wolfgang Thierse seine neueste Kreation zwecks Versteigerung spendierte: einen Ein-Dollar-Schein mit dem Thierse-Kopf. Bundesfinanzminister Hans Eichel beteuerte dagegen, dass er nichts hat und nichts gibt. Wie bitte, Wahlgeschenke? "Wir bestechen doch die Bürger nicht mit ihrem eigenen Geld!" Franz Müntefering schärfte allen goldene Wahlkampfregeln ein. Seine erste: "Tue Gutes und rede darüber!" Klaus Wowereit kam wegen seines Besuches bei Manfred Stolpe später, nahm sich aber viel Zeit, mit Namenlosen zu plaudern. Hauptgesprächsthema auf dem Festplatz: Wie geht die Wahl aus? Antwort Wowereits von der Bühne herab: "Ich möchte die Kilo, die ich in letzter Zeit verloren habe, in Prozenten zulegen. Es sind zehn Kilo." Auf den Hochsprung bis zur Marke 32,4 Prozent (1999: 22,4 Prozent) wettete aber keiner.

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