Berlin : Stadtmenschen: Verhaltene Fröhlichkeit

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Die Neujahrsempfänge geben ja nur den Auftakt für die Tonlage, die das Jahr bestimmten wird. Hören wir also mal hinein in den Neujahrsempfang der Hotel- und Gaststättenverbände Berlin und Brandenburg kurz nach der Senatswahl. Auf gar keinen Fall dürfe bei der Vermarktung der Stadt gespart werden, sagt der Berliner Präsident Peter Härig. Schließlich sei ja bekannt, dass jeder investierte Euro vielfach zurückomme. Dass Messe und Tourismus erst ganz weit unten in der Koalitionsvereinbarung überhaupt einen Platz gefunden haben, wertete er als schlechtes Zeichen. Jetzt sei antizyklisches Handeln angesagt. Zum zweiten Mal hatten die beiden Verbände ihre Empfänge zusammengelegt, diesmal trafen sie sich im Ballsaal des neuen Swissôtel. Fröhlicher wirkte Thomas Badstübner, der brandenburgische Präsident, der im letzten Jahr immerhin 100 Millionen Tagesgäste zählen konnte. Das freute auch den Potsdamer Oberbürgermeister Matthias Platzeck, der im Gegensatz zu seinem Berliner Amtskollegen Zeit hatte, sich mit den Hoteliers zu unterhalten. "Vielleicht", sagte Badstübner in seiner kleinen Ansprache vieldeutig, "haben wir es in Brandenburg ja doch besser."

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