STADTMENSCHEN  : Von Argentinien nach Estland

Foto: dapd/Lennart Preiss
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Der rote Teppich für den Berlinale-Palast und andere Kinos der am Donnerstag kommender Woche beginnenden Filmfestspiele liegt schon bereit, aber eigentlich ist für solch eine Auslegware fast immer Bedarf in Berlin. Am Mittwochabend etwa brauchte man sie gleich zweimal: vor dem Kino in der Kulturbrauerei, Schauplatz der hiesigen Premiere des Films „Das Lied in mir“ und vor dem International in der Karl-Marx-Allee, wo „Poll“ seine Gala hatte. In der Kulturbrauerei hießen die Stars Jessica Schwarz und Michael Gwisdek, dazu erschien Regisseur Florian Cossen. Seine Weltpremiere hatte der Film bereits beim World Film Festival Montreal, wo er gleich drei Auszeichnungen abräumte. Jessica Schwarz spielt darin die 31-jährige Schwimmerin Maria aus Deutschland, die bei einem Aufenthalt in Buenos Aires ein spanisches Kinderlied hört, das ihr bekannt vorkommt, verschwommene Erinnerungen auslöst, obwohl sie kein Wort Spanisch spricht, sie völlig verstört. Unerwartet taucht auch ihr vermeintlicher deutscher Vater Anton auf, gespielt von Gwisdek, eröffnet ihr, dass sie in Argentinien geboren wurde und von ihm im Alter von drei Jahren adoptiert worden sei. „Poll“ von Regisseur Chris Kraus dagegen spielt auf einem gleichnamigen estnischen Landgut vor dem Hintergrund des beginnenden Ersten Weltkriegs, eine dramatische Familiengeschichte um Liebe, Zarismus und anarchistischen Umtriebe. Hier hießen die Stars des Abends Edgar Selge, Jeanette Hain, Paula Beer, Tambet Tuisk, Richy Müller und Enno Trebs. ac

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