STADTMENSCHEN : Von fürstlich bis zünftig

Normalerweise besucht ein Bundespräsident weder die Feste in den Landesvertretungen noch die Nationalfeiertage der Botschaften. Dahinter steht die protokollarische Überlegung, dass alles nicht zu schaffen ist und um der Gerechtigkeit willen dann der Generalverzicht besser ist. Für eine „Fürstliche Tour durch Sachsen-Anhalt“ machte Christian Wulff am Montagabend eine Ausnahme. Ministerpräsident Reiner Haseloff freute sich über das Interesse des Bundespräsidenten, mit dem er oft zu tun hatte, als dieser noch Ministerpräsident im Nachbarland Niedersachsen war. Im kommenden Jahr werden 800 Jahre Anhalt, das zwischen Harz und Mittlerem Elbtal liegt, mit einem großen Kulturprogramm begangen. Das Festjahr, für das sich auch der Bundespräsident interessiert, stand im Mittelpunkt des Abends. Historische Figuren, die mit der Region verbunden waren, wie Johann Sebastian Bach (einst Hofkapellmeister in Köthen) und Katharina die Große (eine gebürtige Prinzessin von Anhalt-Zerbst), begrüßten in Gestalt von aufwendig kostümierten Schauspielern die Gäste, darunter auch Staatsministerin Cornelia Pieper, Bundestagspräsident Norbert Lammert, den russischen Botschafter Vladimir Grinin und seinen französischen Kollegen Maurice Gourdault-Montagne.

Am Mittwochabend setzt sich der Reigen in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz fort. Unter dem Motto „Heimat 11“ haben Ministerpräsident Kurt Beck und Staatsministerin Margit Conrad knapp 3000 Gäste zu regionalen Spezialitäten wie Saumagen-Burger eingeladen, darunter alle drei im Landtag vertretenen Parteien, die sich den Abend mit Klausurtagungen verdienen. Bi

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