STADTMENSCHEN : Vorglühen für Lola Der spaßige Muslim

Foto: privat
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Verliehen wird der deutsche Filmpreis, die Lola zwar erst am 27. April, aber am Sonnabend haben die Nominierten schon mal ordentlich vorgeglüht. Beim Empfang der Deutschen Filmakademie in der schicken „PanAm Lounge“ im zehnten Stock des Hauses Eden am Zoo. Schauspielerinnen wie Christiane Paul, Sandra Hüller, Fritzi Haberlandt oder Steffi Kühnert feierten ebenso vor wie ihre als beste männliche Schauspieler nominierten Kollegen Milan Peschel, Peter Schneider und Ronald Zehrfeld. Kameramann Michael Ballhaus, der genauso wie Rolf Eden anwesend war, muss im Gegensatz zu den Kandidaten nicht mehr fiebern, ob er übernächsten Freitag eine Lola mit nach Hause nehmen kann. Er bekommt den Ehrenpreis für seine Verdienste um den deutschen Film – das steht fest. gba

Wie fühlt es sich an, heute in den USA als Muslim zu leben? Aman Ali hat das recherchiert und in eine Show gegossen. Der preisgekrönte Geschichtenerzähler und Stand-up-Comedian aus New York kommt auf Einladung der US-Botschaft zum ersten Mal nach Deutschland. Am heutigen Montag zeigt er im Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte um 19.30 Uhr sein englischsprachiges Programm „30 Moscheen in 30 Tagen: Geschichten eines amerikanischen Roadtrips im Monat des Ramadan“.

Der indischstämmige Aman Ali reiste zusammen mit einem Freund während des Fastenmonats durch das muslimische Amerika, sie fasteten sich quer durch 30 Bundesstaaten. Insgesamt legten sie für ihren Glauben 40 233 Kilometer zurück und feierten das abendliche Fastenbrechen nach Sonnenuntergang in 30 verschiedenen Moscheen. Über ihren Blog und soziale Medien verbreiteten sie ihre lebendig und leidenschaftlich erzählten Geschichten weltweit. Die daraus entstandene spaßige Show bekam in den Staaten viele gute Kritiken.

Das Vorprogramm läuft auf Deutsch und wird von Younes Al-Amayra und Youssef Adlah bestritten – und zwar mit einem muslimischen Poetry Slam. Die aktuelle Themen aufspießende Dichterschlacht wendet sich gegen ein negatives Islambild und will die interreligiöse und interkulturelle Verständigung fördern. Die Karten kosten 10 Euro. Bi

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