STADTMENSCHEN : Was auf den Teller kommt, ...

Eva Riedmann
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Oliver Pocher

ist einfach überall. Im Fernsehen gehört er als Moderator und Comedian sowieso zum Inventar, im Film „Vollidiot“ war er auf der Kinoleinwand zu sehen – und seitdem er im Dezember letzten Jahres seine Beziehung zu Tennisstar Sabine Lisicki öffentlich machte, taucht er plötzlich auf den Zuschauerrängen der Tennisplätze dieser Welt auf. Und jetzt auch noch das: Pocher versucht sich als DJ! Am Donnerstagabend wollte er im Club „The Pearl“ in Charlottenburg seine erste Dance-Single vorstellen. „This is EDM“ heißt die und erinnert ein bisschen an H. P. Baxxter von Scooter. Sieben weitere Städte will Pocher nach der Berliner Premiere auf einer großen Clubtour bis Anfang März noch abklappern. Autogrammstunden inclusive.

Seit einer Woche ist das Video zum Song bereits im Internet verfügbar. Pocher hat es in Australien gedreht, wo Freundin Lisicki ja kürzlich beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres auf dem Tennisplatz stand. Sie hat übrigens auch einen Gastauftritt in dem Video. In weißem Minikleid und mit hohen Hacken stolziert sie hier und da durchs Bild. Und Pocher selbst? Der schlendert ungewohnt ernst, in schwarzem Anzug und mit weißen Kopfhörern um den Hals, durch Sydney. „Everybody in the club, say hey hey ... This is EDM“, grölt er in die Kamera. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Pocher in Musik versucht. „Schwarz und weiß“, sein Song zur Fußball-WM in Deutschland, schaffte es 2006 sogar auf Platz drei der deutschen Single-Charts. Und vor seiner Fernsehkarriere jobbte er bei verschiedenen Radiosendern und legte als DJ auf – zum Beispiel bei Familienfesten. Nun soll das alles natürlich ein bisschen professioneller werden. Pocher hat bereits angekündigt, dass sich die Partymeute noch in diesem Jahr auf weitere Songs von ihm einstellen darf. „Die Musikbranche ist ein Marathon, kein 100-Meter-Sprint“, sagte Pocher kürzlich. Na, da kennt sich einer aus!

In dem Interview mit dem Magazin „OK!“ erzählte der 35-jährige Hannoveraner außerdem, dass das Projekt „zu später Stunde“ entstanden sei. Bei einem zufälligen Treffen mit seinem alten Bekannten Jens Thele, Chef der Plattenfirma Kontor Record. Auf Twitter fällt die Resonanz auf Pochers DJ-Debüt jedenfalls erwartungsgemäß durchwachsen aus. „Hat was von einer Hymne“, schreibt einer, „Schuster, bleib bei deinem Leisten“ ein anderer. Selbst Rapper Bushido konnte sich einen Kommentar nicht verkneifen. „Richkidz-Niveau“ nannte er den Pocher-Song. Na dann. Eva Riedmann

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