Berlin : Stadtmenschen: Wenn Klavierspielen lebensrettend wird

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Bei der Eröffnung des Berliner Filmmuseums im September letzten Jahres war er der Ehrengast, ein bisschen Hollywood in der Potsdamer Straße: Roman Polanski. Er hat zwar offziell nichts gesagt, war an dem Abend aber mit Sicherheit die meistfotografierte Person, eine leibhaftige Legende, plötzlich ganz nah. In den kommenden Wochen könnte man Polanski hier öfter mal begegnen: Am 19. Februar beginnt der Regisseur mit den Dreharbeiten zu seinem neuen Spielfilm "Der Pianist". Neben dem Studio Babelsberg wird in Brandenburg und Warschau gedreht. Der Film basiert auf dem Buch "Das wunderbare Überleben" von Wladyslaw Szpilman. Erzählt wird die authentische Geschichte des brillanten polnischen Pianisten, der von den Nazis ins Warschauer Ghetto gesperrt wurde und als einziger seiner Familie der Deportation und Ermordung entging. Ein deutscher Offizier, selber ein Musikliebhaber, rettete dem in den Ruinen der Stadt versteckten Pianisten schließlich das Leben. Kurz, ein "Dokument menschlicher Standhaftigkeit angesichts des Todes, ein packender Film über die Macht der Musik und den Willen zu Überleben", wie es im Vorfeld werbend heißt. Ohne zu richten werde hier eine einzigartige Geschichte erzählt. Über die Besetzung des früher bereits angekündigten Projekts ist auch jetzt noch nichts zu erfahren. Sie werde rechtzeitig bekannt gegeben, heißt es beruhigend. Roman Polanski ist auch der Produzent, das Drehbuch schrieb Ronald Harwood, dessen Buch "Taking Sides" soeben von Oscar-Preisträger István Szabó in Babelsberg verfilmt wurde. Das Production Design stammt von Allan Straski, der für seine Arbeit an "Schindlers Liste" einen Oscar bekam. Die Kostüme hat Ann Sheppard entworfen, die Bildgestaltung liegt bei Pawel Edelman.

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