STADTMENSCHEN : Wieder Waltz

Foto: dapd
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Christoph Waltz

hat mit Babelsberg gute Erfahrungen gemacht. Quentin Tarantinos „Inglorious Basterds“ war 2009 in den Filmstudios in Potsdam gedreht worden – Waltz gewann für seine Darstellung des SS-Standartenführers Hans Landa ein Jahr später den Oscar als bester Nebendarsteller. Nun kehrt der gebürtige Österreicher, der am Savignyplatz in Charlottenburg wohnt, offenbar nach Babelsberg zurück. Nach Informationen des Branchenblatts „Hollywood Reporter“ soll das Politdrama „Reykjavik“ nicht nur in der isländischen Hauptstadt gedreht werden sondern auch in Potsdam. Drehstart soll im März sein. Das Studio Babelsberg wollte das am Dienstag nicht bestätigen.

Christoph Waltz wird den früheren sowjetischen Parteichef Michail Gorbatschow spielen. Michael Douglas soll ihm in der Rolle des Ex-US-Präsidenten Ronald Reagan gegenüberstehen. Gedreht wird nach einem Skript von Kevin Hood („Geliebte Jane“), der britische Regisseur Mike Newell („Harry Potter und der Feuerkelch“) inszeniert den seit vielen Jahren geplanten Film über das Gipfeltreffen Reagans und Gorbatschows 1986 in Reykjavik. Es läutete das Ende des Kalten Krieges ein, da die beiden überraschend über die Abschaffung von atomaren Lang- und Mittelstreckenraketen verhandelten.

Eine weitere gute Nachricht für Babelsberg nach einer Durststrecke: Zuletzt hieß es, dass US-Regisseur Wes Anderson („Moonrise Kingdom“) seinen neuen Film in den Potsdamer Studios realisieren will. Drehstart soll im Herbst sein. Im Film „The Grand Budapest Hotel“ sollen auch Bill Murray („Ghostbusters“), Jude Law und Angela Lansbury mitspielen. Eine Bestätigung vom Studio gibt es dafür ebenso wenig wie für ein neues Projekt von George Clooney. Der war im September mit einem Babelsberger Team unterwegs, um Drehorte für sein Regieprojekt „The Monuments Men“ zu suchen.

Derzeit laufen in Babelsberg zudem die Vorbereitungen für die Neuverfilmung „Die Schöne und das Biest“ mit Gérard Depardieu. Es ist das erste größere Filmprojekt seit „Cloud Atlas“ Ende 2011. Die Filmschmiede leidet unter der Finanzkrise.PNN/amy/dpa

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