Berlin : Stadtmenschen

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Freunde lässt man nicht gerne ziehen. Und wenn es doch passiert, versucht man, sie zurückzugewinnen. Wolfgang Clement hat das ohne Umschweife am Sonntagabend gesagt: "Er hat jederzeit ein Wiederkehrrecht." Der Ministerpräsident meinte Dieter Kosslick, den neuen Berlinale-Chef, der zuvor erfolgreich die Filmstiftung NRW geleitet hat. Clement spielte damit nicht nur darauf an, dass er Kosslick gerne in Nordrhein-Westfalen gehalten hätte, "ich sage das warnend an die Berliner, weil ich weiß, wie sie mit ihren Leuten umgehen." Es waren allerdings kaum Berliner da, die die Worte hören konnten, im Museum für Kommunikation, in das die NRW-Landesvertretung anlässlich der Filmfestspiele eingeladen hatte. Unter den Gästen statt Film- viel Fernsehgrößen, wie Dieter Thoma, Ernst Elitz oder Udo Reiter, ARD-Korrespondent Werner Sonne, und Ulrich Deppendorf. Im Getümmel aber auch der Leiter des Filmboards Berlin-Brandenburg, Klaus Keil, und Filmproduzent Claus Boje. Nicht nur mit dem Empfang, der erstmals stattfand, zeigt Nordrhein-Westfalen mehr Flagge auf der Berlinale. Am Dienstag lädt der neue Chef der Filmstiftung, Michael Schmid-Ospach zum Empfang in das Restaurant "Schwarzenraben", um dort die Förderarbeit der Stiftung zu feiern, und um Geld entgegenzunehmen. Das kommt bei Filmförderern nicht allzu oft vor. Aber vier der von NRW geförderten Filme waren so erfolgreich, dass sie die Fördersumme ganz oder teilweise wieder zurückerstatten.

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