Stadtrat gerügt : Anwohnerprotest stoppt Kanalbau

Wochenlang herrschte Aufregung in Westend: Wegen regelmäßiger Überschwemmungen der Straße werde ein Regenwasserkanal gebaut. Laut Straßenausbaubeitragsgesetz müssten die Anlieger insgesamt knapp 390.000 Euro beisteuern. Doch das Projekt ist gestoppt worden.

Cay Dobberke

Auf Proteste und Fragen in BVV-Ausschüssen antwortete Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) zunächst, es handele sich um ein Projekt der Wasserbetriebe in der der Lötzener Allee. Doch jetzt ist das Vorhaben gestoppt und Gröhler wurde von der BVV mit rot-grüner Mehrheit gerügt. Denn die Pläne stammten aus seiner eigenen Behörde.

Gröhler gibt den Fehler eines Beamten zu: Statt die Wasserbetriebe nur allgemein zur Mängelbeseitigung aufzufordern, habe dieser selbst einen Sanierungsplan erstellt. Der Stadtrat will dies erst jetzt erfahren haben – und nun preisgünstige Lösungen prüfen lassen, für die keine Kostenbeteiligung der Anrainer nötig ist. Dass eine Entwässerungsanlage fehlt, sei unstrittig: Nach Regen ist die Lötzener Allee oft überflutet und muss manchmal für den Verkehr gesperrt werden.

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