Berlin : Stadtschloss: Märkisches Museum erinnert an die Sprengung

Zum 50. Jahrestag der Sprengung des Berliner Stadtschlosses will das Märkische Museum ab 8. September mit einer Ausstellung an das Schicksal des markanten Bauwerks erinnern. Bislang noch unveröffentlichte Archivbilder und Akten dokumentierten den Abbruch des Bauwerkes und die politischen Hintergründe, teilte die Stiftung Stadtmuseum mit. Darüber hinaus seien zahlreiche Bauteile und Skulpturenelemente des von 1825 bis 1837 errichteten Schlosses zu sehen. Am 7. September 1950 hatte auf Befehl der SED-Führung mit der Sprengung der Hofapotheke am Lustgarten der Abriss des Schlosses begonnen.

Als letztes Teil stürzten am 30. Dezember Eosanderportal und Schlosskapelle in sich zusammen. Insgesamt wurden den Angaben zufolge 150 000 Kubikmeter Trümmer entsorgt. Architekturteile und skulpturaler Schmuck wurden an mehreren Orten deponiert, das Portal IV schmückt bekanntlich noch heute das ehemalige DDR-Staatsratsgebäude, in dem sich derzeit das Bundeskanzleramt befindet.

Für den Wiederaufbau des Schlosses setzt sich bereits seit mehreren Jahren ein Förderverein ein. In jüngster Zeit hatten unter anderen Kulturstaatsminister Michael Naumann (SPD) und der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus-Dieter Lehmann, dieses Vorhaben unterstützt.

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