Berlin : Stätten für die Ewigkeit

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Das 46 Hektar große Areal in Weißensee wurde angelegt, nachdem der Friedhof an der Schönhauser Allee Ende des 19. Jahrhunderts belegt war. Nach jüdischer Tradition dürfen weder Leichen übereinander bestattet, noch darf ein Friedhof aufgelöst werden. Er wird für die Ewigkeit angelegt. Etwa ein Fünftel der Fläche in Weißensee wird auch heute noch als Bestattungsfeld genutzt. Die Friedhofsverwaltung beschäftigt 20 Angestellte und 80 EinEuro-Jobber.

REPARATURBEDARF

Die Restaurierung eines Prunkgrabes kostet nach Berechnungen der Friedhofsverwaltung zwischen 30000 und 100000 Euro . 4000 dieser so genannten Erbbegräbnisstellen gibt es. Dreiviertel davon müssten teilweise oder vollständig ausgebessert werden. Dazu müssten viele bis auf das Fundament abgetragen und neu aufgebaut werden. Dazu kommt die Reparatur der Wasserleitungen und der Wege. Insgesamt werden die Kosten auf 20 Millionen Euro geschätzt.

ZUSCHÜSSE

Die Jüdische Gemeinde erhält jährlich rund 700000 Euro von Bund und Land für die Pflege aller Friedhöfe. 600000 Euro hat das Land dieses Jahr zusätzlich für Weißensee bereit gestellt. Laut Albert Meyer „ein Tropfen auf den heißen Stein“. Zu pflegen sind auch die stillgelegten Friedhöfe Schönhauser Allee und Große Hamburger Straße, von letzerem ist nicht mehr viel zu sehen. Genutzt wird außer Weißensee der Friedhof Scholzplatz/Heerstraße. clk

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