STANDORTKUNDE : Olympisches Dorf

Bei den Spielen 1936 wohnten die Sportler in Elstal, 15 Kilometer westlich vom Olympiastadion. Es ist zu besichtigen (Mo bis Fr 10–16 Uhr, Sa/So 10– 18 Uhr), aber nicht bewohnbar. Für die Olympischen Spiele 2000 war ein anderer Standort im Gespräch: das gewaltige Areal zwischen Waldbühne, der Siedlung Ruhleben und der Polizeischule an der Charlottenburger Chaussee. Die Rede war von 4,2 Milliarden D-Mark Baukosten; dort hätten mehr als 15 000 Sportler leben können. Hinterher hätten die Häuser zu normalen Wohnhäusern umgebaut werden sollen. Für den Standort eines Olympischen Dorfes sind auch in den vergangenen Jahren immer wieder Vorschläge gemacht worden – Wowereit zum Beispiel liebäugelte 2007 mit dem Flughafen Tegel. Die Sportszene war ganz begeistert und brachte auch gleich eine Kanu- und Regattastrecke anstelle der beiden Landebahnen ins Gespräch: „Die Pisten liegen in Ost-West-Richtung. Wir hätten somit keinen Seitenwind, weil in Berlin meistens Westwind herrscht.“ Bei der Idee für ein 2,5 Kilometer langes Betonbecken blieb es. AG

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