Berlin : Stars für einen Tag Der perfekte Tag für Glamoursüchtige

Schick, schön, sportlich: Der Tagesspiegel servierte den „perfekten Tag für Glamoursüchtige“ – als Abschluss unserer großen Sommer-Serie

Viola Volland

Henry schaut prüfend in den Spiegel. Fehlt da etwa noch ein Schnurrhaar? Mit dem Pinsel zieht er vorsichtig einen weiteren schwarzen Strich von der Nase über die Wange. Und lächelt zufrieden. Rot-gelb-braun leuchtet das Gesicht des 12-Jährigen, der sich schon fast wie Mungojerry oder Rumpleteazer fühlt. Deren Song trällern nämlich gerade die Cats-Darsteller im Hintergrund auf der Probenbühne. Das Schminken hat Henry von den beiden Cats-Schmink-Fachfrauen Feryel und Silke gelernt, genau so wie 24 weitere Kinder, die gestern am „perfekten Tag für Glamoursüchtige“ hinter die Kulissen des Musicals Cats schauen und sich wie eine Katze schminken durften. Den ganzen Nachmittag bevölkerten kleine und große Katzenfans das Musical-Haus am Marlene-Dietrich-Platz.

Jörg Jepsen zeigte ihnen alles, was für eine große Bühnenshow gebraucht wird: die Hinterbühne zum Beispiel, die Schmink- und Orchesterräume und selbstredend die Kostüme. Und „Skimble“-Darsteller Uli Scherbel stellte sich anschließend den Fragen. Henry fand den Nachmittag „sehr spannend“.

Der Cats-Besuch war für ihn bereits der zweite Programmpunkt beim „perfekten Tag“, der achten und letzten Folge der Tagesspiegel-Sommerserie. Am Mittwoch war er gemeinsam mit 13 anderen Tagesspiegel-Lesern bei der Fundusführung durch den Friedrichstadtpalast dabei. „Wir durften sogar eine Probe sehen – ,Revue Palast’ hieß die Show“, erzählt er begeistert.

Auch anderswo drehte sich am Mittwoch alles um glamoursüchtige Tagesspiegel-Leser. Die einen entspannten sich im Fitnessbereich des Hotels Westin Grand bei einer Massage, während die anderen die Nähe zu ihren Stars suchten. Zum Beispiel im Filmmuseum am Potsdamer Platz, wo 15 Tagesspiegel-Leser die Roben von Marlene Dietrich bestaunten, die sie in „ Die Monte Carlo Story“, „Pittsburgh“ und „Marokko“ trug.

Überhaupt zogen Film- und Fernsehen die Tagesspiegel-Leser magisch an. Mehrere Hundert wären gerne bei einer der Führungen durch die Hauptstadtstudios von ZDF oder ARD dabei gewesen, rund 50 ergatterten die kostenlosen Tickets. „Wir hatten einen Riesen-Run auf die Aktion“, sagt Ulrich Bülow vom ZDF. Auch bei Birgit Wetzig-Zalkind von „Sta Tours“ klingelte das Telefon am Montag in der Anmeldezeit ununterbrochen. „In anderthalb Minuten waren die Tickets für die Grunewaldtour weg.“ Diese führte auch zum Berliner Anwesen von Romy Schneider und den zwei früheren Villen von Hildegard Knef. Von der Berliner Schauspielerin konnten die Tagesspiegel-Leser auch das Grab besichtigen. Rosemarie Köhler zeigte es 22 Interessierten auf dem Waldfriedhof Zehlendorf.

Ein ganz lebendiger Star war dagegen am Mittwoch Eva Beusterin. „In welcher Lage hätten Sie mich gerne", fragte die 67-Jährige und lächelte in die Kameras. Klick, klick, klick. Professionell gestylt und geschminkt posierte sie als Model beim Fotoshooting mit den Schwestern Nicole und Daniela Urbschat vor über 50 Tagesspiegel-Lesern in Artur Brauners Hollywood Media Hotel am Kurfürstendamm. „Die Fußspitzen bitte hochziehen“, sagte Daniela Urbschat und drückte auf den Auslöser – genau so wie es viele der Tagesspiegel-Leser an ihrer Seite taten. Zum Beispiel Aline Bonnier.

Am Morgen war sie beim Fotoshooting dabei, am Abend trat sie in die Fußstapfen von Tiger Woods. Sieben Tagesspiegel-Leser nahmen an Thomas Bergmanns Schnupperkursen auf seinem sechs Hektar großen Golfplatz teil. „Golf kenne ich vom Bildschirm“, sagte Jürgen Skodczinski, einer von ihnen, vor dem Training. Dann drückte ihm der Golflehrer zwei Schläger und einen Korb mit Bällen in die Hand.

Thomas Bergmann zeigte noch Körperposition und Schwunghaltung, und schon ging es los. Am Anfang sausten die Bälle noch flach und quer über das Grün, doch schnell wurden die Bögen runder, die Schläge kontrollierter. „Ich bin überrascht, dass es so gut klappt, das macht richtig Spaß", sagte der 25-jährige Dennis Leschin.

Als Thomas Bergmann am Abend die Schläger wieder einsammelte, ging woanders das Programm für Glamoursüchtige weiter: 25 Tagesspiegel-Leser kamen ins „Billy Wilders" am Potsdamer Platz. Schließlich zeigte dort Barchef Maximilian Gomboshaw seine Künste. Dicht gedrängt standen die Cocktail-Liebhaber um den Tresen, um auch ja nichts zu verpassen. Später durften sie auch selbst einmal ausprobieren, wie das mit dem Shaken geht. Christian Büschlen war der erste. Seine Aufgabe: ein Margarita Classic, natürlich mit Salzrand und Verzierung. Tagesspiegel-Leserin Angelika Mölders ergatterte seinen Cocktail und war begeistert: „Wunderbar, kühl, angenehm, nicht zu stark." Ein weniger beschwingter als zuvor ging es anschließend nach Hause.

Nun bleibt noch, die Preisträger unseres Gewinnspiels zu ermitteln. Wer unter den Teilnehmern des perfekten Tages die Städtereisen und Sachpreise gewinnt, lesen Sie am Donnerstag, 14. August, im Tagesspiegel.

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