Stars in der Hauptstadt : Berliner Fans kreischen für Justin Timberlake

Justin Timberlake und Amanda Seyfried stellten am Brandenburger Tor ihren neuen Film "In Time" vor. "Kennste den?" fragte eine Berlinerin ihren Mann. Viele Fans hingegen wussten genau, wen sie da vor sich haben.

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Der US-Musiker und Schauspieler Justin Timberlake posiert am Mittwoch vor dem Brandenburger Tor. Er präsentiert seinen neuen Films "In Time".Alle Bilder anzeigen
02.11.2011 16:24Der US-Musiker und Schauspieler Justin Timberlake posiert am Mittwoch vor dem Brandenburger Tor. Er präsentiert seinen neuen Films...

„Kennste den?“, fragt eine Frau und zeigt auf den kurzhaarigen Mann in Jeans und grauer Lederjacke, der vor dem Hotel Adlon von den Fotografen abgelichtet wird. „Vielleicht so’n Boxer, oder?“ Schulterzuckend zieht sie mit ihrem Mann weiter. Ein bisschen viel Gekreische wäre es ja schon gewesen für irgend so’n Boxer, der da auf dem Pariser Platz steht und lächelt. Boxer ist er auch gar nicht, der Mann heißt Justin Timberlake und ist Schauspieler („Freunde mit gewissen Vorzügen“) und Sänger („Cry me a River“).

Am Mittwoch waren der 30-Jährige und Kollegin Amanda Seyfried („Mamma Mia!“) in Berlin, um ihren neuen Film „In Time“ vorzustellen. Doch mit einer Premierefeier mit rotem Teppich und viel Glamour wurde es auch beim dritten Berlinbesuch innerhalb eines guten Jahres nichts, der Film kommt erst am 1. Dezember in die Kinos. Dass die Berliner die beiden überhaupt zu Gesicht bekamen, war sowieso eher Zufall: der Fototermin wurde spontan in die Kälte verlegt. Dort schien schön die Sonne. Vielleicht sagt Timberlake auch deshalb: „Berlin ist wunderbar“ – in gebrochenem Deutsch übrigens.

Schon mit der Boyband NSYNC sei er damals viel in Deutschland unterwegs gewesen, erzählt Timberlake, „das war meine erste Geografiestunde in Europa“. Und eine prägende dazu. Deutsches Bier schmecke ihm, beim Italiener „Bocca di Bacco“ in der Friedrichstraße gehe er gern essen. Der erste Aufenthalt in der Stadt, sechs Jahre nach dem Mauerfall, sei „eine riesige Feier“ gewesen, „amazing“. Um die Stadt zu erkunden, fehlt den Schauspielern auf den Promotouren allerdings die Zeit. Um Zeit dreht sich auch alles im Film „In Time“.

Mit 25 Jahren hören die Menschen auf zu altern. Wie lange sie dann weiterleben, hängt von der Zeit ab, die sie sich verschaffen. Ob das Bier in der Kneipe oder die Fahrt mit dem Bus – alles wird mit Zeit bezahlt, der Lohn für Arbeit sind Tage und Minuten. Timberlake spielt den aus dem Ghetto stammenden Will Salas. Er entführt Sylvia (Amanda Seyfried), Tochter eines Superreichen. Es beginnt eine Mischung aus Science Fiction, Action und Romanze. Auch Seyfried singt übrigens. Zu einem Duett sei es während der Dreharbeiten aber nicht gekommen. Dafür waren sie zusammen auf dem Schießplatz, denn Timberlake begeht seinen ersten Leinwandmord.

Ob Film oder Musik, festlegen will sich Timberlake nicht. Er genieße beides, sagt er. Seine Vorbilder Frank Sinatra und Sammy Davis junior seien ja auch komplette Entertainer gewesen. Die für Herbst angekündigte Platte ist noch nicht erschienen, Gerüchten nach könnte es im kommenden Jahr etwas werden. Das wäre ein Grund für den nächsten Berlinbesuch.

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