Berlin : Starthilfe für engagierte Berliner

„Vereinaktiv“: Neue Aktion des Vereins „berlinpolis“ und des Tagesspiegels hilft sozialen Projekten

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In vielen Dingen ist Berlin unschlagbar: Kunst, Kultur, Kreativität. In anderen Bereichen kann sich Metropole von vergleichbaren Bundesländern aber noch einiges abgucken: Bei einer Studie des Bundesministeriums für Frauen, Familie, Jugend und Senioren zum bürgerschaftlichen Engagement landete Berlin mit einem Anteil von nur 24 Prozent engagierter Bürger auf dem letzten Platz. Jetzt wollen der NetzwerkVerein „berlinpolis“ und der Tagesspiegel dabei helfen, die Lage der Ehrenamtlichen in der Stadt zu verbessern. Die Senatskanzlei begleitet die Aktion namens „Vereinaktiv“: Innerhalb unserer Initiative können sich jetzt Vereine bewerben und finanzielle Unterstützung sowie Rückendeckung durch professionelle Unternehmen erhalten.

Viele Berliner Projekte, bei denen sich Menschen bürgerschaftlich engagieren, leiden unter den Sparzwängen der öffentlichen Hand. Da müssen Jugendclubs dicht machen, werden Hilfen für alte und behinderte Menschen gekürzt. Hier versucht „Vereinaktiv“, auf andere Weise zu helfen. Dreimal in diesem Jahr sucht der Tagesspiegel Vereine, die sich jeweils in einem sozialen Feld für andere Menschen einsetzen. Im Mai und Juni starten wir mit dem Thema „Kinder in Berlin“. Eine Jury aus Fachleuten sichtet die Bewerbungen, der Gewinner wird finanziell unterstützt. Ziel von „Vereinaktiv“ ist es zudem, langfristig Firmen als Paten zu vermitteln. Sie sollen mit Materialien oder auch dank des Einsatzes von Mitarbeitern helfen. Für die Aktion werden derzeit weitere engagierte Unternehmen jeglicher Größe und aller Branchen gesucht. Mit dabei sind bislang Microsoft und T-Systems als Hauptsponsoren sowie „stille Geldgeber“, die in einen Pool einzahlen.

Doch es gibt auch ideelle Unterstützung. So wird jetzt ein neues Internet-Portal etabliert, das vorhandene Aktivitäten in Berlin besser vernetzen soll. „www.berlin.de/buergeraktiv“ heißt die offizielle Internetseite Berlins. Hier können sich Vereine anmelden, hier können Berliner auf einem virtuellen schwarzen Brett nachsehen, wo sie sich engagieren können. Auch Online-Chats mit Vertretern der Senatsverwaltungen sind geplant.

Staatssekretär André Schmitz, Chef der Senatskanzlei und Beauftragter für das Ehrenamt in Berlin, freut sich über die Aktion. Die Initiative wird auch vom RBB-Stadtradio 88,8 unterstützt. Zudem sind der Vermittlungsdienst für Ehrenamtliche „Treffpunkt Hilfsbereitschaft“, der Onlineanbieter für psychosoziale Beratung „Das Beratungsnetz“ sowie das Quartiersmanagement dabei. Sie alle wollen Berliner, die sich für Mitmenschen und die Stadt einsetzen, auch auf diese Weise ihre Anerkennung aussprechen. Der Tagesspiegel wird regelmäßig berichten. kög

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