Berlin : Startklar

Werner van Bebber

möchte auch in Tempelhof nach Schönefeld einchecken Man muss kein Freund teutonischer Donnerhall-Architektur sein, um den Flughafen Tempelhof zu schätzen. Nun hat ein Architekt den Plan entwickelt, Tempelhof mit Schönefeld zu verbinden – ideell und räumlich: einchecken mitten in der Stadt – und dann unterirdisch nach Schönefeld, bis an die Start- und Landebahn. Ob man wirklich hunderte von Millionen Euro spart, wenn man aus Tempelhof und Schönefeld den Flughafen Tempelfeld macht, steht dahin: Wenn Städte und Länder bauen, werden auch gute Ideen meistens teurer. Vielleicht könnte man wirklich die Kosten senken, wenn man die schöne Schildvortriebstunnelbaumaschine nutzt, die sich durch den Untergrund des Tiergartens gebohrt hat – wo ist die eigentlich hingekommen? Jedenfalls führt die Idee auf eine schöne, weil ermutigende Weise weg von der Ideologiedebatte um den Flughafen Tempelhof, den die einen behalten wollen, weil er in der City liegt, während die anderen ihn schließen wollen, weil er in der City liegt. Und wer weiß: Vielleicht werden Berlin und Brandenburg mit dem Flughafen Tempelfeld doch noch zum Inbegriff verkehrstechnischen Fortschritts – wenn der Transrapid als Re-Import aus China die Verbindung übernimmt.

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