Stasi-Vorwurf : Streit um Humanisten-Chef

Der Humanistische Verband kommt nicht zur Ruhe. Kurz nach den Stasi-Vorwurf gegen den Landesvorsitzenden der Vereinigung, Bruno Osuch, wurde jetzt bekannt, dass Osuch offenbar aus dem Umfeld seines Verbandes für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen wurde.

Lars von Törne

Eine Bestätigung war jedoch bis Redaktionsschluss weder beim Humanistischen Verband noch bei der Senatskanzlei zu bekommen, die solche Vorschläge prüft, wenn sie Berliner betreffen.

Osuch selbst hatte bereits vor Tagen den Verdacht als „Verleumdung“ zurückgewiesen, er sei einst Mitglied in einer von der Staatssicherheit der DDR gesteuerten Guerillagruppe in der Bundesrepublik gewesen. Die Behauptung hatten Medien unter Berufung auf Unterlagen aus der Stasi-Unterlagenbehörde aufgestellt.

Um gegen diese Darstellung der Birthler-Behörde Einspruch einzulegen, hat Osuch nach Angaben seines Verbandes einen Medienanwalt eingeschaltet.

Zur Frage des Bundesverdienstkreuzes war Osuch am Donnerstag nicht zu erreichen, da er derzeit im Urlaub ist.

Ein Sprecher seines Verbandes bezeichnete die Stasi-Vorwürfe als Teil einer „Kampagne“ vor dem Hintergrund des anstehenden Volksentscheids „Pro Reli“, in dessen Vorfeld sich der Humanistische Verband für die Beibehaltung von Ethik für alle Schüler einsetzt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben