Statistik für Februar : Mehr Arbeitslose in Berlin und Brandenburg

Seit dem vergangenen Monat ist die Zahl der Arbeitslosen in Berlin und Brandenburg leicht angestiegen. Insgesamt sind über 427.000 Menschen ohne Job. Der Gewerkschaftsbund warnt davor, viele ältere Mitarbeiter zu entlassen.

BerlinDie Zahl der Arbeitslosen in Berlin und Brandenburg ist im Februar leicht angestiegen. In der Region waren 427.618 Menschen erwerbslos gemeldet, 5705 mehr als im Vormonat, aber 22.969 weniger als vor einem Jahr, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Berlin mitteilte.

In Berlin leichter Anstieg

Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 14,1 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 14,9 Prozent gelegen.

In Berlin waren im Februar 242.052 Menschen offiziell ohne Job, 3400 mehr als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Erwerbslosen um 10.238. Die Arbeitslosenquote nahm gegenüber dem Vormonat Januar um 0,2 Prozentpunkte auf 14,4 Prozent zu, lag damit aber immer noch 0,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert vom Januar 2008.

Mehr als 185.000 Brandenburger ohne Arbeit

Im Land Brandenburg stieg die Zahl der Erwerbslosen im Februar auf 185.566. Damit hatten 2305 Frauen und Männer weniger eine Arbeitsstelle als im Januar. Es waren 12.731 Brandenburger weniger arbeitslos als vor einem Jahr. Die Erwerbslosenquote stieg damit gegenüber dem Vormonat Januar um 0,2 Punkte auf 13,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreswert reduzierte sie sich um 0,9 Punkte.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region stieg 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 40.000, das sind 2,2 Prozent. Im Dezember 2008 waren in Berlin und Brandenburg rund 1,84 Millionen Menschen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen tätig.

DGB fordert Weiterbildung statt Entlassungen

Angesichts der Statistik mahnte der DGB, Weiterbildung als Instrument im Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung ernster zu nehmen. "Die Philosophie, qualifizieren statt zu entlassen", müsse in die Köpfe hinein, damit Betriebe in der angespannten Situation keinen personellen Kahlschlag betrieben. Doro Zinke, Vize-Vorsitzende des DGB, Bezirk Berlin-Brandenburg, verwies darauf, dass bis 2030 die Zahl der jüngeren Berufseinsteiger um 44 Prozent sinken werde. Mit der Politik, Jüngere nicht einzustellen und gleichzeitig Ältere in den Vorruhestand zu schicken, lähmten sich die Unternehmen selbst. (jnb/ddp)

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