Statistik : Mehr Frauen als Männer in regulären Jobs

In Berlin arbeiten immer mehr Frauen als Männer in sozialversicherungspflichtigen Jobs. Als Grund gilt beim Statistischen Landesamt der Wandel zur Dienstleistungsbranche.

Berlin - Neben dem Wandel von der gewerblichen Wirtschaft zur Dienstleistungsbranche gilt im Jahresbericht des Statistischen Landesamtes 2006 auch die Zunahme der Teilzeitarbeit als Grund. Beides seien traditionelle Frauen-Domänen.

Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen erhöhte in Folge des wirtschaftlichen Aufschwungs in Berlin. Die Zuwachsraten lagen den Angaben im ersten Halbjahr 2006 mit 0,7 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 0,3 Prozent. Damit habe sich ein vor zwei Jahren begonnener Trend fortgesetzt. Er gehe jedoch vor allem auf einen hohen Anstieg bei den Selbstständigen zurück, sagte Voy.

Berlin schneidet im bundesweiten Vergleich schlecht ab

Viele dieser Existenzgründungen seien staatlich gefördert, die Einkommen häufig gering und die Gefahren einer schnellen Pleite damit hoch. Auch bei den so genannten geringfügigen Arbeitsverhältnissen wie Ein-Euro- und Minijobs gebe es einen Zuwachs. Dagegen habe die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nur leicht zugenommen.

Im bundesweiten Vergleich schneidet Berlin unterm Strich nach wie vor schlecht ab. Die Arbeitslosigkeit sei zwar ebenfalls leicht, "aber nicht durchgreifend" zurückgegangen, sagte Voy. Von einem wirtschaftlichen Boom könne "überhaupt keine Rede sein". Das Wirtschaftswachstum sei auch im ersten Halbjahr 2006 deutlich geringer als bundesweit gewesen. Allenfalls stehe Berlin "am Anfang eines Aufschwungs", dessen Konstanz sich derzeit nicht abschätzen lasse. (tso/ddp)

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