Berlin : Statt Tigern

Andreas Conrad

sähe verstoßene Haustiere gerne im Zoo Es stimmt schon, wir sind auf den Hund gekommen. Aber sollen unsere Haustiere darunter leiden? Nur begrüßen kann man also die personelle Unterstützung des überfüllten Tierheims durch den Tierpark. Freilich, das kann nur ein Anfang sein. Hunde, Katzen, Hamster kann sich sowieso bald keiner mehr leisten, Tierasyle sollten sich darauf einstellen. Mehr Käfige, heißt das Gebot der Stunde. Zoo und Tierpark haben leider keine übrig, es sei denn … Ja, warum räumt man sie dort nicht frei und sucht für die gestreiften, gefleckten, getigerten Bewohner ein neues Heim? Schon oft ist beklagt worden, dass diese hinter Gittern leiden (siehe Rilkes „Panther“), andererseits besteht gerade in Berlin erhöhter Glamourbedarf. Man könnte also die Raubkatzen beispielsweise an hiesige Filmstars verleihen, das macht was her, bringt Geld – und kein Hundebesitzer, der seinen früheren Liebling verstößt, muss sich über dessen künftiges Heim noch grämen.

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