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Stau auf der Stadtautobahn in Berlin : Ein weiterer Fahrstreifen auf der A 100 gesperrt

Die Arbeiten auf der Stadtautobahn am Dreieck Funkturm kommen zügig voran – aber bevor es besser wird, wird es erst einmal schlimmer: Seit Donnerstagfrüh ist ein weiterer Fahrstreifen auf der A 100 gesperrt. In Richtung Norden muss mit schweren Behinderungen gerechnet werden.

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Vorsicht, Staugefahr. Ab Donnerstag, 9 Uhr, gibt es hier nur noch eine Fahrspur gen Norden – statt drei.
Vorsicht, Staugefahr. Ab Donnerstag, 9 Uhr, gibt es hier nur noch eine Fahrspur gen Norden – statt drei.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Auf der Stadtautobahn am Dreieck Funkturm wird es noch schlimmer, bevor es besser wird. Denn mit Beginn der zweiten Bauphase am Donnerstagmorgen wurde die Verkehrsführung umgestellt – und ein weiterer Fahrstreifen auf der A 100 in Fahrtrichtung Nord gesperrt.

Seit 9 Uhr am Donnerstag steht auf der A 100 hinter der Anschlussstelle Kurfürstendamm nur noch eine Fahrspur zur Verfügung. Bereits am Vormittag staute es sich zwischen der Anschlussstelle Kurfürstendamm und dem Dreieck Funkturm auf vier Kilometern. Auch in den kommenden Tagen sind lange Staus garantiert. Grund für die massive Einschränkung sind Sanierungsarbeiten an den Brücken über die Autobahn sowie am Asphalt.

Allerdings sind die Arbeiten etwas schneller vorangekommen als zunächst geplant und können deshalb möglicherweise zum Ende der Sommerferien abgeschlossen werden.

Auf Besserung hoffen können jene, die von Südwesten her in die Stadt fahren: Die Tangente von der Avus auf die A 100 in Fahrtrichtung Nord soll am Donnerstag – voraussichtlich gegen 12 Uhr – wieder freigegeben werden, so dass die aktuelle Umleitung über den Messedamm entfallen kann.

Die Zufahrt von der Halenseestraße auf die A 100 bleibt nach Auskunft der Verkehrsplaner weiter gesperrt – und das bis zum Abschluss der Bauarbeiten. Die enden nach Auskunft von Verwaltungssprecherin Daniela Augenstein offiziell am 7. August, also drei Tage nach den Sommerferien. „Aber wir versuchen natürlich, ein bisschen schneller zu sein.“

Die Geschichte der Berliner Stadtautobahnen
Januar 2017, Alltag im Berufsverkehr. Die Stadtautobahn, aufgenommen am Spandauer Damm.Weitere Bilder anzeigen
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17.03.2017 08:24Januar 2017, Alltag im Berufsverkehr. Die Stadtautobahn, aufgenommen am Spandauer Damm.

Die Erfolgschancen stehen gut, denn bereits die anstehende Umstellung erfolgt fünf Tage früher als ursprünglich geplant. Wie schon bei der Sanierung der Avus sei mit den Baufirmen eine Bonus-Malus-Regelung vereinbart worden – als Anreiz, schnell fertig zu werden. Nach Auskunft von Augenstein sieht der für die Autobahnen finanziell verantwortliche Bund eine Spanne von fünf Prozent der Auftragssumme dafür vor. Bei diesem rund 1,5 Millionen Euro teuren Projekt gehe es um 10 000 Euro mehr oder weniger pro Tag.

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Protest gegen A 100
Protest gegen A 100

Wenn die Fahrbahndecke erneuert ist, soll es in dem Bereich auch leiser werden, weil schallschluckender Asphalt verbaut wird – ein Lichtblick für die Anwohner in der Nähe, deren Kieze laut Daten der Umweltverwaltung zu den lautesten der ganzen Stadt gehören.

Der Abschnitt der Stadtautobahn am Dreieck Funkturm ist mit fast 200 000 Fahrzeugen pro Tag laut Verwaltung der meistbefahrene in ganz Europa. Entsprechend heftig waren die Auswirkungen, wenn in der Vergangenheit ohne Vorwarnung Spuren gesperrt werden mussten, weil akute Schäden im Asphalt oder an den maroden Brücken dazu zwangen. Das soll dank der konzertierten Aktion vorerst nicht wieder passieren. Doch zunächst gilt: Wer kann, hält sich als Autofahrer mit Fahrtrichtung Norden von der Gegend fern. Der ADAC rät jenen mit weiter entfernten Zielen, die Stadt gleich über den Pankow-Zubringer zu verlassen oder erst an der Seestraße auf die Stadtautobahn zu fahren. Wer vom Südosten her zum Flughafen Tegel wolle, solle frühzeitig auf Stadtstraßen ausweichen. Sonst sieht er möglicherweise durchs Autofenster, wie sein Flugzeug startet.

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