Berlin : Staunen über Stauden in Marzahn Karl-Foerster-Garten wird heute eröffnet

Nicht nur mit Kaffee und Kuchen wollen heute 50 sogenannte Foersterianer in Marzahn den 134. Geburtstag ihres Vorbilds feiern. Das ist für Gartenfreunde aus aller Welt Karl Foerster, jener Staudenzüchter und Gartenphilosoph, der am 9. März 1874 in Berlin geboren wurde. Ihm zu Ehren wird am heutigen Sonntagnachmittag in den „Gärten der Welt“ im Erholungspark Marzahn der Karl-Foerster-Staudengarten eröffnet – als erste Besucher haben sich unter anderen seine 1931 geborene Tochter Marianne Foerster und der Vorsitzende der Foerster-Stiftung, Norbert Kühn, angekündigt.

Der Potsdamer Gartenhistoriker Johannes Schwarzkopf und der Berliner Landschaftsplaner Christian Meyer konzipierten den Karl-Foerster-Staudengarten, der 1987 zur Berliner Gartenschau entstanden war. Für 290 000 Euro wurde er jetzt erneuert und erweitert.

Damit bekommt nun die Marzahner Kollektion exotischer Gartenkunst aus China, Bali, dem Orient, Japan und Korea deutsche Gartenkonkurrenz. 6500 Stauden und Gräser sollen dazu ihre Pracht entfalten und besondere Gehölze wie der Echte Gewürzstrauch, der Schneeflockenstrauch oder der Dschunkenwacholder ihre Schönheit zeigen. Auch 180 Meter Buxus-Hecke gehören zu dem hausgemachten Beitrag der „Gärten der Welt“.

Ein Ort der Schönheit und der Versöhnung mit der Natur soll die neue Perle der Marzahner Gartenkollektion sein – ganz im Sinne des 1970 verstorbenen berühmten Staudenzüchters. Dessen 5000 Quadratmeter großes Gartenreich in Bornim wurde ab 1911 zu einem Mekka für Gärtner und Gartenarchitekten. Seit 1981 steht es als „Karl-Foerster-Gedenkstätte“ unter Denkmalschutz und ist seit 1990 Teil des Weltkulturerbes Potsdam-Sanssouci der Unesco. hema

Gärten der Welt, Erholungspark Marzahn, Eisenacher Str. 99, 9 bis 18 Uhr. Derzeit sind der Japanische, Koreanische und Orientalische Garten jedoch geschlossen.

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