Berlin : Stechpaddel im Müggelsee

Selbst Robby Naish tut es. Der Altmeister des Windsurfens, der hawaiianische Grandseigneur des Wellenreitens, der Förderer des Kitesurfens – selbst er stellt sich immer mal wieder breitbeinig auf so ein dickes breites Surfbrett und schiebt sich mit einem Stechpaddel voran. Der Trendsport „Stand Up Paddling (SUP)“, auch Stehpaddeln oder SUP-Surfing genannt, hat inzwischen die Berliner Flachwasserreviere erreicht. Auch die Stadtvermarkter von „Visit Berlin“ werben schon mit dem Freizeitvergnügen mitten in der Großstadt. An diesem Wochenende findet das „3. Nalani Müggelsee SUP Race“ statt, und im Seebad Friedrichshagen am Müggelseedamm 216 können auch Interessierte, die sich mal auf ein Brett stellen wollen, den Sport am heutigen Sonntag noch ausprobieren.

Mit dabei ist auch Windsurfexperte Alois Mühlegger, der mit dem „Surf Magazin“ in den Achtzigern Generationen von Wassersportfans in Schwachwindperioden glücklich gemacht hat und jetzt auf ein Stehpaddel-Magazin umgestiegen ist. Mühlegger gibt den Neueinsteigern am Müggelsee Tipps zum Sport, der in Deutschland eine Mischung aus Kanufahren, Fitness-Workout und Sightseeing-Herumtreiben ist. Er erklärt den Strandbadgästen, dass das Stand-up-Paddling auf polynesische Fischer zurückgeht, die sich in ihren Kanus stehend vor Tahiti fortbewegten. Auf Hawaii war das erhabene SUP-Surfing einst nur Königen erlaubt, später behalfen sich Surfer mit so einem Paddel, um sich in aufbauende Wellen hineinzuschieben, und Surflehrer hatten stehend den besseren Überblick.

In Berlin und Brandenburg bieten Veranstalter wie John-Patrick Villwock von Nalani Sup Surfing im Seebad Friedrichshagen diverse Ausflugstouren an. Sogar nach Bandscheibenvorfällen soll der Sport förderlich sein. Wer SUP-Surfing ausprobieren will, kann das heute noch zwischen 10 und 15 Uhr tun, es ist gratis, nur der Eintritt muss gezahlt werden: Erwachsene vier, Kinder 2,50 Euro. kög

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