Berlin : Steffel kontra "Zitty"

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Wegen eines Titelbildes, auf dem ein verunstalteter CDU-Spitzenkandidaten Frank Steffel zu sehen ist, hat der Politiker rechtliche Schritte gegen das Stadtmagazin "Zitty" eingeleitet. Steffel sieht Persönlichkeitsrechte verletzt und fühlt sich in seiner Ehre angegriffen. Nach Meinung des Rechtswalts Nicolas Zimmer, der gleichzeitig Justitiar der CDU-Abgeordnetenhausfraktion ist, wird mit der jüngsten Ausgabe der "Zitty" auch der Tatbestand der Beleidigung berührt.

Zum Thema Newsticker: Aktuelle Meldungen aus Berlin und Brandenburg Das Titelblatt der Zeitschrift zeigt ein CDU-Wahlplakat in Tempelhof, auf dem ein Fotoporträt von Steffel mit Hilfe von Farbe und Pinsel stark "verfremdet" wurde. "Meine Frau war sehr erschrocken, als sie das sah", beklagte sich der CDU-Spitzenkandidat gestern. Dies sei ein verfehltes Verständnis von Journalismus. Der Versuch, den Vertrieb der neuesten Ausgabe der Zeitschrift und die Werbung für das Titelblatt mit juristischen Mitteln zu unterbinden, kam allerdings zu spät. "Die Auflage ist längst draußen, aber wir haben vorgeschlagen, auf die weitere Vertriebswerbung zu verzichten", sagte "Zitty"-Geschäftsführer Niels Mester. Die von der CDU geforderte Unterlassungserklärung wurde aber nicht unterschrieben. Die Zeitschrift habe nur ein öffentliches Wahlplakat der CDU fotografisch wiedergegeben; der dazu gehörige redaktionelle Text über Steffel sei "ganz normal" und werde nicht beanstandet. Steffel ließ sich auf den Vorschlag "zur Güte", das Titelblatt aus der Werbung und dem Internet zu nehmen, nicht ein. Gestern ging beim Landgericht ein Antrag auf einstweilige Verfügung ein, um den weiteren Verkauf der Zeitschrift zu verhindern.

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