Berlin : Steg integriert alte Konstruktion

wik

Mit einem ersten Spatenstich hat gestern Bausenator Peter Strieder (SPD) die Bauarbeiten für eine neue Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal eingeleitet. Der Anhalter Steg wird sich auf Höhe des Technikmuseums über den Kanal spannen. Die rund 100 Meter lange, aus drei Bauteilen bestehende Stahlkonstruktion, nimmt den einstigen Mittelbogen der im Krieg zerstörten Marschallbrücke in sich auf. Mit der Integration dieses als Nietenfachwerk konstruierten Brückenelements wird ein Baudenkmal aus dem vorigen Jahrhundert bewahrt. Die rund 135 Tonnen schweren Brückenteile werden auf dem Wasserweg zu den bereits vorhandenen Brückenwiderlagern gebracht und mit Autokränen von den Schwerlastkähnen abgeladen und montiert. Bis zum Oktober soll die Montage der neuen Brücke beendet sein. Die Kosten für den Anhalter Steg betragen etwa drei Millionen Mark. Die Brücke ist unter anderem dazu gedacht, die geplante Grünfläche auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Güterbahnhofs sowie den Naturpark auf dem Areal des Anhalter Personenbahnhofs mit einander zu verbinden. Das Gelände des Personenbahnhofs soll auch Standort des neuen Tempodroms werden.

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