Berlin : Steglitz erhält keine neue Kinderklinik

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Die Charité und der private Klinikkonzern Helios werden nun doch nicht in absehbarer Zeit eine gemeinsame Kinderabteilung am zur Charité gehörenden Klinikum Benjamin Franklin aufbauen. „Wir reden derzeit lediglich über einen Untermietvertrag für unsere KindermukoviszidoseAbteilung, über mehr nicht“, sagt der Hauptgeschäftsführer von Helios, Ralf Michels, dem Tagesspiegel. Die 20 Plätze dieser Station sollen vom Helios-Klinikum Emil von Behring in Zehlendorf an das Steglitzer Franklinklinikum umziehen.

Damit distanziert sich Michels von den ursprünglichen Plänen, einen gemeinsamen Trägerverein mit der Charité für eine Pädiatrie zu gründen. Ein Plan, den Charité-Vorstandschef Detlev Ganten in der vergangenen Woche bei den Berliner Wirtschaftsgesprächen noch stolz als Kooperationsmodell präsentiert hatte. Doch dieses Vorhaben liege in weiter Ferne, sagt Michels. „Wenn das überhaupt geht.“ Denn das Problem ist die Berliner Krankenhausplanung, die in Steglitz keine Kinderbetten vorsieht. Das heißt, die Charité könnte in Steglitz gar keine eigenen Kapazitäten in das Projekt einbringen. „Wir werden keine zusätzlichen Betten genehmigen können“, stellt Gesundheitsstaatssekretär Hermann Schulte-Sasse klar. Wolle die Charité in Steglitz mit Helios eine gemeinsame Kinderstation gründen, müsse sie an anderen Standorten Klinikbetten für die Behandlung von Kindern schließen, zum Beispiel am Virchow-Klinikum. I.B.

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