Berlin : Stellas für die Stars

Franka Potente wurde beim italienischen Filmball geehrt

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Der angekündigte Altstar Gina Lollobrigida hatte auf die „Notte delle Stelle“ verzichtet, und auch Claudia Cardinale machte keinen Abstecher von der Berlinale zur „Nacht der Sterne“ Richtung Kurfürstendamm. Dafür genoss Barbara Scheel beim italienischen Filmball im Hotel Steigenberger um so mehr Aufmerksamkeit. Weniger wegen ihrer Robe in Pink und Schwarz als wegen ihrer Blessuren: Auf dem Presseball nachts zuvor war die Frau des AltBundespräsidenten Walter Scheel die Freitreppe im Ritz-Carlton herabgestürzt – so heftig, dass sie über dem linken Auge eine Platzwunde davontrug, sich den rechten Unterarm brach und das rechte Schienbein verletzte.Im Bundeswehrkrankenhaus wurde die 61-Jährige schnell verarztet – und war am Sonnabend bereits wieder bester Laune. Dass Barbara Scheel trotz Handicaps nicht auf den Filmball verzichtete, spricht für Massimo Mannozzi.

Der Besitzer des Restaurants „Bacco“ in der Marburger Straße organisiert seit elf Jahren anlässlich der Berlinale die „Notte delle Stelle“, auf der es sogar einen Filmpreis gibt – den „Premio Bacco“. Regisseur Volker Schlöndorff, der schon einen hat, saß am Abend in einer Tischreihe mit dem italienischen Botschafter Silvio Fagiolo.

Bevor sich am Sonnabendnacht aber Franka Potente, Vadim Glowna und Volker Brandt artig und auf Italienisch für die 40 Zentimeter große Bronze-Statue in Form einer Leier bedankten, erlebten die etwa 320 Gäste Italien pur. Mit viel Temperament des quirligen Gastgebers, der mit „Buona sera, tutti bene“ und Handküssen für die Damen seine Ballgäste empfing; mit Essen auf der „Piazza Italiana“ und mit lauter Musik. Die gute Laune steigerte sich, als im Laufe der Nacht immer mehr von den Luftballons, die als Dekoration unter der Decke hingen, luftarm wurden, herabsanken und über den Kerzen zerplatzten. Auch eine Tombola wurde veranstaltet. Einer Gewinner war Markus Wolf. Der Kochbuchautor und ehemalige Geheimdienstchef der DDR kann jetzt mit Frau Andrea umsonst ins Theater am Kurfürstendamm. hema

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