• Stellenabbau: Opposition stützt Sarrazin Gewerkschaft ist gegen Pläne für Verwaltung

Berlin : Stellenabbau: Opposition stützt Sarrazin Gewerkschaft ist gegen Pläne für Verwaltung

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Kritik an Details, aber generelle Zustimmung: So haben die Oppositionsparteien CDU und Grüne gestern darauf reagiert, dass Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) das Sparziel bekräftigt hat, im öffentlichen Dienst in den nächsten sechs bis acht Jahren 20 000 Stellen abzubauen. Die Gewerkschaft Verdi erneuerte ihre Ablehnung der seit Jahren bekannten Senatsplanung für die Verwaltung.

Grünen-Fraktionschefin Sibyll Klotz stimmte Sarrazins Berechnung zu, dass die Zahl der Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst von derzeit 130 000 auf 100 000 Arbeitsplätze abgebaut werden soll. Sarrazin hatte am Vortag erneut vorgerechnet, dass jährlich etwa 3000 Stellen von ausscheidenden Mitarbeitern nicht neu besetzt werden sollen. Zudem werden 10 000 Kita-Erzieherinnen in Eigenbetriebe ausgegliedert.

Grüne und CDU gehen Sarrazins Pläne allerdings noch nicht weit genug: Klotz spricht sich für eine Verwaltungsreform aus, die unter anderem einheitliche Ämterstrukturen in den Bezirken bringen soll. Der CDU-Haushaltspolitiker Alexander Kaczmarek forderte Sarrazin auf, seine Zahlen gegenüber dem Abgeordnetenhaus verbindlich zuzusagen. Er zweifelt daran, dass der Abbau wirklich Kosten senken hilft und kritisiert die Auslagerung der Kitastellen als Schattenhaushalt, der das Land weiterhin belaste.

Verdi wiederum bezeichnete Sarrazins Pläne als „erneute finanzpolitische Irrfahrt“. Ein weiterer Abbau von Arbeitsplätzen stelle endgültig die bezirkliche Selbstverwaltung und den Dienst am Bürger in Frage, sagte die berlin-brandenburgische Verdi-Vorsitzende Susanne Stumpenhusen.sik/lvt

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