Berlin : Sterne und Streifen

Gestern feierten die Amerikaner Unabhängigkeitstag

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Sechzig Jahre ist es her, da marschierten die Amerikaner als Westalliierte in Berlin ein – auch in die Villa in der Dahlemer Finkenstraße. Als Alliierte verließen sie die Stadt vor elf Jahren, seitdem dient diese Villa als Botschafterresidenz. Hier fanden gestern Abend die Feierlichkeiten zum 229. amerikanischen Unabhängigkeitstag statt. Unter strahlendem Himmel trafen 1400 Gäste im Garten des Hauses ein, weniger als in den Vorjahren, wo bis zu 3000 Personen den Tag mit dem Amerikanern feierten – einfach deshalb, weil die anderen Orte, wie zum Beispiel 2003 die American Academy, mehr Platz geboten hatten.

Interimsbotschafter John Cloud und seine Frau Mary empfingen die Gäste in den holzgetäfelten Rezeptionszimmern der alten Villa – darunter der israelische Botschafter Shimon Stein und Paul Dubois, der kanadische Botschafter mit seiner Frau Mechthild DuboisUtters . Außerdem geladen war Jö rg Schönbohm , der brandenburgische Innenminister, der mit Ehefrau Eveline erschien. An der amerikanischen Verfasssung, die mit dem Unabhängigkeitstag auch gefeiert wird, lobte Reinhard Bütikofer , Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, den Geist des Optimismus, der helfe, schwierige Situationen zu meistern. Als Bütikofer das vor den Fernsehkameras sagte, grinste er – wohl wegen der schwierigen Situation, in der die Grünen gerade stecken.

Als Marinesoldaten die amerikanische Fahne präsentierten und dazu zuerst die deutsche Nationalhymne, dann „The Star Sprangled Banner“ ertönte, wurde es ganz still. In der Menge salutierten neben amerikanischen Militärs auch Europäer vor der Fahne. Anschließend verlas John Cloud, der die Rolle des Gastgebers als große Ehre bezeichnete, Grußworte des amerikanischen Präsidenten.

Dann gingen die Gesellschaft zum kulinarischen Teil der Feier über und bedienten sich je nach Laune mit Hot Dogs, Hamburger, Softeis, Brownies, Kuchen, Muffins, Grillfleisch, Chili con Carne, Spare Rips oder sie griffen zur Torte, auf der über weißer Glasur Geburtstagsgrüße zum 4. Juli standen. Nur Apple Pie gab es nicht, wie eine Dame bemerkte. Aber das muss ja auch nicht sein. cof

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