Berlin : Steuer-Bund: Verwaltungsrat vor Gericht Kaufmann bestreitet, Geld veruntreut zu haben

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Der teils mit juristischen Mitteln ausgetragene Machtkampf im Berliner Steuerzahlerbund ist gerade ein Dreivierteljahr her, da steht dem Verwaltungsratschef des Vereins eine weitere gerichtliche Auseinandersetzung bevor. Kurt Fischer-Weiherig ist wegen Untreue angeklagt, am 7. September beginnt vor dem Amtsgericht Tiergarten die Hauptverhandlung gegen den Finanz- und Immobilienkaufmann. Das bestätigte Gerichtssprecher Arnd Bödecker. Der Vorgang hat allerdings nichts mit Fischer-Weiherigs Tätigkeit beim Steuerzahlerbund zu tun.

Nach Angaben des Gerichtssprechers geht es darum, dass der Angeklagte als Geschäftsführer einer Immobilienverwaltungsgesellschaft eine sogenannte Schuldanerkenntnis über 95 000 Euro zugunsten einer Frau abgegeben haben soll. Das heißt: Er soll die eigene Gesellschaft um dieses Geld erleichtert haben, das einer ihm nahe stehenden Person zugute kam. Fischer-Weiherig bestreitet den Vorwurf: „Da ist nichts dran.“ Der Prozess sei für ihn nur „Verschwendung von Steuergeldern“.

Gegen Fischer-Weiherig und den später zurückgetretenen Vorsitzenden des Steuerzahlerbundes, Günter Brinker, war im letzten Jahr wegen einer Strafanzeige ermittelt worden. Diese Vorwürfe, die die beiden in ihrer Funktion für den Verein betrafen, stellten sich aber als juristisch nicht haltbar heraus. lvt

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