Berlin : Steuerhinterziehung: Zwei Jugoslawen haben ihre Sozialabgaben nicht gezahlt

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Mit einem Teilgeständnis begann gestern vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts der Prozess gegen zwei aus Großbritannien und Jugoslawien stammende Männer, die Steuern hinterzogen und Sozialabgaben nicht abgeführt haben sollen. "Ich bin meiner Aufsichtspflicht nicht ausreichend nachgekommen", sagte der 56-jährige Robert A., bestritt jedoch Betrugsabsichten. Die Staatsanwaltschaft legt dem 56-jährigen Briten und seinem früheren Partner, dem 34-jährigen Nebobjsa P. zur Last, neun Jahre lang als Leiter eines Bauunternehmens die gesetzlichen Beiträge zur Arbeitslosen-, Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung nicht abgeführt zu haben.

Darüber hinaus sollen sie den Gewinn nicht ordnungsgemäß versteuert haben. Der als Geschäftsführer fungierende Robert A. soll zudem 1,6 Millionen Mark vom Geschäftskonto abgehoben und widerrechtlich verwendet haben. Das bestritt Robert A., der die Firma 1991 von einem Köllner Bauunternehmer für 100 000 Mark erworben hatte. Die eigentliche Geschäftsführung und die organisatorischen Aufgaben habe er dem mitangeklagten Nebobjsa P. überlassen, der sich ihm gegenüber als Ökonom ausgegeben habe. Für die Geschäftsführertätigkeit habe er sich lediglich 4000 Mark monatlich auszahlen lassen. Die vom Geschäftskonto abgehobene Summe von 1,6 Millionen habe er zur Zahlung von Löhnen verwendet.

Nebobjsa P. bestritt für die Weiterleitung von Geldern an die gesetzlichen Versicherungsträger verantwortlich gewesen zu sein. Von Robert A. habe er jedoch gelegentlich Geldbeträge für Werkzeugkäufe und Lohnzahlungen erhalten. Das Verfahren wird am Donnerstag fortgesetzt.

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