Berlin : STEUERRAT

Na, vermissen Sie was? Wir auch! Aus gestalterischen Gründen gibt’s diese Rubrik heute ohne Bild. Das ist schade, aber auch befreiend. Sonst wählen wir alten Ranschmeißer die Themen ja danach aus, ob man Brüste, Babys oder kleine Hunde abbilden kann. Heute widmen wir uns mal einer „harten“ Sache –

der City Tax. Die bringt uns auf Ideen, wie die Kassen Berlins noch aufgestockt werden können. Aufgemerkt:

1. Kostümsteuer

Die Karnevalssession läuft, bei einer Kostümsteuer von einem Euro pro Tag in alberner Verkleidung reicht es, das Ordnungsamt am Rosenmontag durch die Ständige Vertretung ziehen zu lassen, um ein Zirkusprojekt für Problemkids zu finanzieren (wo man dann auch wieder zulangt). Aber halt, die Kostümsteuer ist auch Ganzjahresgeschäft – Stichwort „Neuköllner Hipster“. Argumentieren lässt sie sich trefflich: Schrille Kostüme verursachen Verkehrsunfälle! Punkt. Glauben Sie nicht? O.k., dann eher ...

2. Kinderwagen-Maut

Wurde nicht einst die Einführung der Lkw-Maut damit begründet, dass so ein Zehntonner die Straßen ungleich mehr belastet als ein Daihatsu Move? Mit dieser Argumentation ließe sich locker an die mit Kindergeld gefüllten Taschen der Bugaboo-Vagabunden kommen. Proteste sind nicht zu erwarten, da das Geld (natüüürlich!) in den Bau von Kindergärten und Ganztagsschulen fließt. Ach, a propos:

3. Stullenzulage

Herdarbeit muss sich wieder lohnen – unser „Schröder-Plan“ für Berlin sieht so aus: Auf Mensaessen und in Schulnähe verzehrte Döner entfällt eine Strafgebühr von zehn Euro, die dann stullenschmierenden Müttern zugute kommt. Der bürokratische Dreischritt von Kontrollieren – Transferieren – Schnittchen schmieren garantiert Vollbeschäftigung. Die Menschen haben wieder Zeit: zum Beispiel für einen Hund. Ahnen Sie, was jetzt kommt? Geeeenau:

4. Gassi-Ge(h)bühr

Unabhängig von der Hundesteuer wird die GG erhoben, wenn Kaniden jeder Art (Auch Füchse!) im Innenstadtbereich auf der Straße bewegt werden. Unter dem Motto „Für ’nen Groschen Gassi gehen“ werden Hundehalter animiert, die Gebühren mit Freude zu entrichten. Was uns nun noch bleibt, ist der Schmerz: Wir hätten ja jetzt doch einen kleinen, süßen Hund zeigen können. Bildunterschrift: „Das wird teuer ...“ Ach, denken Sie’s sich einfach!

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