Stichwort : Was ist Dioxin?

Mit dem Wort Dioxin verbindet viele das Unglück im italienischen Seveso. Die Stadt wurde verseucht, als es einen Unfall in einer Fabrik für Pflanzenschutzmittel gab.

Moritz Honert

Die Bezeichnung Dioxin steht im allgemeinen Sprachgebrauch für zwei ähnliche aufgebaute Gruppen von organischen Verbindungen, den polychlorierten Dibenzo-p-dioxinen und den Dibenzofuranen (PCDD bzw. PCDF).

Sie entstehen bei Verbrennungsvorgängen, bei denen Halogene wie Chlor beteiligt sind – beispielsweise bei der Müllverbrennung. Früher entstand Dioxin auch bei der Herstellung von chlorhaltigen Pflanzenschutzmitteln. Die Belastung mit Dioxin ist heute wegen eines zunehmenden Einbaus von Rauchgasfilteranlagen deutlich zurückgegangen. Allerdings baut sich Dioxin in der Natur nur sehr langsam ab und kann deshalb über die Nahrungskette in das Fleisch von Nutztieren gelangen.

Eine Dioxinvergiftung kann zu Schäden am Nerven- und Immunsystem sowie der Leber führen. Auch Chlorakne und Krebserkrankungen können die Folge sein, weil der Stoff bewirkt, dass Tumorzellen seltener absterben.

Der größte Dioxinunfall ereignete sich 1976 im Italienischen Seveso. Damals gelangten bei einem Unfall in einer Pflanzenschutzmittel-Fabrik größere Mengen des Stoffes in die Umwelt und beeinträchtige die Gesundheit zahlreicher Menschen schwer.

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