Berlin : Stille Nacht, friedliche Nacht

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ADVENTSSTRESS ABBAUEN

Für viele Menschen bedeutet die Vorbereitung auf Weihnachten ganz unbewusst eigentlich nur eins: Stress. Diese Einstellung färbt auf alles ab, was sie in dieser Zeit tun. Beispiel: Ehefrau und Mutter, die einen nicht gerade kooperativen Gatten hat. Wenn der in der Weihnachtszeit, wie sonst auch, mal wieder nicht im Haushalt hilft, stresst sie das viel mehr als sonst – einfach weil ja sowieso gerade „Stress-Zeit“ ist.

Selbst wenn er wider Erwarten beim Abwasch hilft, bringt sie das mit dem Weihnachtsstress und den vielen Verpflichtungen in Verbindung. So kann das ihr Gefühl, unter Druck zu stehen, verstärken. Einziges Mittel dagegen : Sich der Situation bewusst werden und so die versteckte Einstellung ändern: Man muss sich klar machen, was genau den Stress verursacht und den inneren Entschluss fassen, Weihnachten mal anders zu erleben . Dazu gehört auch, sich zu überlegen, ob man wirklich all das tun muss, was auf dem Plan steht.

GEMEINSAM ENTSCHEIDEN

Am besten rechtzeitig vor Weihnachten einen Familienrat einberufen. Alle Familienmitglieder sollten sagen dürfen, wie sie sich die Planung für das Fest vorstellen. Außerdem, was ihnen in den letzten Jahren gefallen hat und was nicht. Wenn ältere Kinder oder andere Verwandte nicht dabei sein können, weil sie etwa in einer anderen Stadt wohnen: Telefonische Absprachen sind auch hilfreich.

IM VORAUS PLANEN

Es gibt keine Verpflichtung , dass die Familie drei Tage aufeinander hocken muss. Besser die Zeit aufteilen, den Einzelnen auch Freiraum lassen. Jeder braucht auch etwas Zeit für sich . Ältere Kinder sollten abends – nach Ankündigung in der Familienratssitzung – das Recht haben, sich mit Freunden zu treffen . Wichtig: planen, wer welche Aufgaben übernimmt, vor allem den Abwasch. Außerdem überlegen: Wollen wir in die Kirche gehen oder lieber nicht? Wer sich sonst immer gelangweilt hat, sollte interessante Programmpunkte planen. Wer schon im Vorweihnachtsstress war, sollte sich nicht zu viel vornehmen .

DIE SITUATION ABSCHÄTZEN

Wenn sich Verwandte ankündigen, von denen man weiß , dass ihr Besuch Unfrieden stiften wird: Vorher höflich mit ihnen sprechen und sie diplomatisch dazu bringen, die Visite abzukürzen . Sich vorher überlegen, welche Themen und Situationen sich ins Negative kehren könnten.

ENTSPANNT FEIERN

Am ersten Tag müssen alle erstmal beieinander ankommen : Nicht zu viel von den anderen erwarten . Am zweiten und dritten Tag: Nicht zu große Nähe erzwingen . Jeder braucht auch mal seine Ecke und seine Ruhe. Wenn Spiele gespielt werden: Bloß keinen Mitmachzwang einführen und die Familienmitglieder damit unter Druck setzen.dma

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