"Stille Straße" : Seniorenclub in Pankow ist gerettet

Vor vier Monaten haben Senioren ihr Clubhaus in der Stillen Straße besetzt, um gegen die drohende Schließung zu protestieren. Nun soll die Volkssolidarität das Haus übernehmen.

Saara Wendisch
Jetzt nicht mehr. Die Senioren haben erfolgreich protestiert.
Jetzt nicht mehr. Die Senioren haben erfolgreich protestiert.Foto: dpa

Die Seniorenbegegnungsstätte in der Pankower Stillen Straße bleibt erhalten. Dies bestätigte am Abend Cornelius Bechtler (Grüne), Vorsitzender des Finanzausschusses der BVV.
Die Volkssolidarität soll das Haus übernehmen, ohne dafür direkte Finanzhilfe aus dem Bezirk zu bekommen, wie die Mitglieder des Ausschusses am späten Nachmittag mit einstimmiger Mehrheit beschlossen haben. „Die Nutzung des Clubhauses durch die Senioren ist damit legalisiert worden“, sagte Bechtler. Die Volkssolidarität habe nun ein Jahr Zeit, um Fördermittel zur Sanierung des Gebäudes aufzutreiben. Diese sei nötig, um Brandschutzvorschriften einhalten zu können. Der Bezirk könne kein Geld zusteuern, da es „keinen finanziellen Spielraum“ gebe, sagte Bechtler.

Man freue sich aber über die „gemeinsame Lösung und den Erhalt der Begegnungsstätte“. Eine Gruppe von Senioren hatte das Clubhaus vor vier Monaten besetzt, um gegen die geplante Schließung zu protestieren. Der Bezirk wollte das sanierungsbedürftige Haus verkaufen, um den Haushalt zu entlasten.

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Die Rentner protestieren für ihren Seniorentreff.
Rentner als Hausbesetzer

Die Seniorenbesetzung löste eine Welle von Solidaritätsbekundungen und Medienberichten aus. Ihren Sieg wollen die Senioren am Samstag in der Stillen Straße feiern, wie ihr Sprecher Peter Venus mitteilte.

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