Berlin : Stölzl arbeitet künftig für ein Auktionshaus

Kaum ist Berlins letzte Kultursenatorin Adrienne Goehler (parteilos) als Kuratorin des Hauptstadtkulturfonds versorgt, hat auch ihr Vorgänger eine neue Aufgabe gefunden: Christoph Stölzl, derzeit als Mitglied der Berliner CDU-Fraktion stellvertretender Präsident des Abgeordnetenhauses, wird künftig "an leitender Stelle" an der Arbeit der Villa Grisebach mitwirken. Wie das Berliner Auktionshaus mit Stammsitz in der Fasanenstraße am Freitag mitteilte, wird der ehemalige Berliner Kultursenator "seine wissenschaftliche Erfahrung in Kunst-, Kultur- und Geistesgeschichte einbringen".

Stölzl, 1944 geboren, studierte Geschichte, Literaturgeschichte und Soziologie in München. Nach Jahren als Leiter des Münchner Stadtmuseums wurde der eloquente Bayer 1987 Generaldirektor des neugegründeten Deutschen Historischen Museums in Berlin. Ende 1999 wechselte er für einige Monate als Feuilletonchef zur Tageszeitung "Die Welt", bevor er von April 2000 bis Mitte 2001 als Berliner Kultursenator amtierte.

Zuletzt war Stölzl, der Anfang 2001 in die CDU eintrat und seinen Posten mit dem Auseinanderbrechen der Großen Koalition räumen musste, als Kandidat für den Posten des Kultursenators in Hamburg sowie als Präsident der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten im Gespräch. Ob sich die neue Funktion mit seinem hohen politischen Amt verträgt, dürfte in Berlin mit Spannung beobachtet werden.

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